Brustvergrößerung beim Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Medizinisch geprüft im Rahmen unseres Expertennetzwerks

Zuletzt aktualisiert am 27. August 2026 13:10 Uhr

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation oder Brustaugmentation) ist ein chirurgischer Eingriff zur Vergrößerung und Formoptimierung der weiblichen Brust mithilfe von Silikonimplantaten oder körpereigenem Fettgewebe.

Das Verfahren korrigiert anlagebedingte Asymmetrien, Volumendefizite oder gewebebedingte Veränderungen nach Schwangerschaft und Gewichtsverlust, um ein harmonisches, natürliches Gesamtbild zu erzielen.

Brustvergrößerung vom facharzt

Kurzinformationen Brustvergrößerung

Op-ArtStationärer Eingriff
Aufenthalt Klinik1 Tag in der Klinik
NarkoseVollnarkose
OP-Dauer1 bis 2 Stunden
MethodenBrustvergrößerung mit Implantaten oder mit Eigenfett
Arbeitsfähig10 bis 14 Tage nach der Operation
HeilungSportliche Aktivitäten ab der 7. Woche nach OP
Endergebnis sichtbar nach 6 bis 12 Monaten
Kosten⌀ EUR 4000,- bis EUR 10000,-
Alternative BezeichungenBrustaugmentation, Mammaaugmentation, Augmentation der Brust, Busen vergrößern
Info-Flyer

Flyer Flyer Brustvergrößerung

Flyer Flyer Brustvergrößerung mit Eigenfett

WichtigAblauf und Grundvoraussetzungen

Wann kommt eine Brustvergrößerung in Frage?

Die Brustvergrößerung kommt meist bei folgenden Ausgangsbefunden zum Einsatz:

  • anlagebedingt kleine Brüste (Mammahypoplasie)
  • kaum entwickelte Brüste (juvenile Mikromastie)
  • Wunsch nach mehr Volumen bei normal entwickelter Brust
  • Straffung eines erschlafften Busens
  • altersbedingt hängende Brüste (Mastoptosis)
  • erschlaffter Busen nach Schwangerschaft und Stillzeit (sekundäre Mikromastie)
  • schlauchförmige Brüste (tubuläre Brust)
  • Brustasymmetrie bzw. einseitige Unterentwicklung
  • Volumenausgleich nach Bruststraffung oder Brustverkleinerung

Auswahl an unterschiedlichen Ausgangssituationen

Diese Bilder sollen Ihnen einen Eindruck vermitteln, warum es keine pauschalen Aussagen für Ihre Brustvergrößerung geben kann und warum eine Voruntersuchung notwendig ist (Bilder wurden von Dr. Graf von Finckenstein zur Verfügung gestellt):

Voraussetzungen für die Operation:

Die Operation ist nicht für jede Patientin geeignet. Folgende Voraussetzungen sollten erfüllt sein:
  • mindestens 18 Jahre alt
  • guter allgemeiner Gesundheitszustand
  • abgeschlossene Gewichtsreduktion bzw. keine geplante Gewichtsabnahme
  • keine bestehende oder geplante Schwangerschaft
  • bei Vorerkrankungen: individuelle ärztliche Prüfung erforderlich

Welche Methoden zur Brustvergrößerung gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Brust zu vergrößern:

Brustvergrößerung mit Implantaten

In den meisten Fällen wird die Brustvergrößerung durch den Einsatz eines Brustimplantates durchgeführt. Dabei wird die Form Ihrer Brust verbessert oder vergrößert. Unsere erfahrenen Fachärzte für Plastische Chirurgie führen die Operation nur mit hochwertigen Implantaten durch, die mit Silikongel oder Kochsalzlösung gefüllt sind. Wir verwenden ausschließlich Brustimplantate mit CE-Zulassung und lebenslanger Garantie.

Diese Methode ist besonders geeignet für Patientinnen, die sich eine starke Veränderung wünschen oder wenig eigenes Fett haben.

Je nach Bedarf gibt es auch verschiedene Zugangswege und Positionen der Implantate. Bei der Brustvergrößerung mit Implantaten gibt es folgende Unterschiede:

Zugangswege

zugangsweg-brustimplantat
1 Brustwarze (Periareolärer Schnitt)Narbe verläuft am Rand des Warzenhofs; erfordert ausreichende Hofgröße.
2 Inframammär (Unterbrustfalte):Häufigster Zugang; Narbe liegt verdeckt in der natürlichen Falte.
3 Transaxillär (Achselhöhle)Schnitt liegt in der Achsel; keine Narbe direkt auf der Brust

Lage der Implantate (Implantattasche)

implantatlagen

Subglandulär (vor dem Brustmuskel / epimuskulär):

Implantatlage:

direkt unter dem Brustgewebe, über dem Brustmuskel

Voraussetzung:

ausreichend eigenes Brust-/Weichteilgewebe zur Implantatabdeckung

Vorteil:

    • kürzere OP-Dauer
    • weniger Schmerzen
    • direktere Formgebung,
    • geringere Gefahr der Implantatverschiebung durch Muskelbewegung


Nachteil:

Implantatränder/-rippling eher tastbar oder sichtbar, insbesondere bei wenig Eigengewebe

Eher geeignet bei:

ausreichend vorhandenem Eigengewebe, z. B. nach Schwangerschaft/Gewichtszunahme

Vollständig submuskulär (komplett unter dem Brustmuskel / subpektoral):

Implantatlage:

vollständig unter dem großen Brustmuskel

Voraussetzung:

stabiler, ausreichend kräftiger Brustmuskel

Vorteil:

    • natürlicher Übergang im oberen Brustpol,
    • geringeres Risiko tastbarer Implantatränder,
    • ggf. geringeres Kapselfibroserisiko


Nachteil:

    • längere und schmerzhaftere Erholungsphase,
    • mögliche Formveränderung bei Muskelanspannung („Animation Deformity“)


Eher geeignet bei:

    • sehr dünner Haut- und Gewebedecke,
    • geringem Eigengewebe

Dual-Plane-Technik nach Dr. John Tebbetts (Kombinationsverfahren):

Implantatlage:

im oberen Bereich unter dem Muskel,
im unteren Bereich unter dem Drüsengewebe

Voraussetzung:

    • ausreichend Drüsengewebe im unteren Brustpol,
    • kräftiger oberer Muskelanteil

Vorteil:

    • kombiniert natürlichen oberen Übergang
      mit guter unterer Formgebung,
    • reduziert „Double-Bubble“-Risiko


Nachteil:

technisch anspruchsvoller, längere OP-Dauer als reine subglanduläre Lage

Eher geeignet bei:

    • schlauchförmiger Brust,
    • leichter Erschlaffung,
    • Wunsch nach möglichst natürlichem Übergang

Welche Implantatlage im Einzelfall geeignet ist, hängt von Gewebedicke, Muskelstärke, Ausgangsbefund und gewünschtem Ergebnis ab und wird im Rahmen der Voruntersuchung individuell festgelegt.

unterschiede-brustimplantate

Unterschiede bei den Brustimplantaten

  • Oberflächenbeschaffenheit
  • Füllmaterial
  • Form (rund oder anatomisch)
  • mechanische Belastbarkeit,
  • Kohäsivität/Profil
  • Größe
  • Gewicht

Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling)

Körpereigenes Fettgewebe wird durch Liposuktion (z. B. an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln) gewonnen, aufbereitet und schichtweise in die Brust injiziert. Ideal für Patientinnen, die eine moderate Vergrößerung (ca. eine halbe bis eine Körbchengröße pro Sitzung) ohne Fremdkörper wünschen.

3. Minimalinvasive Verfahren: Mia® Femtech und Preservé™

Neben der klassischen OP mit Implantaten gibt es inzwischen minimalinvasive Verfahren, die mit deutlich kleineren Schnitten, ohne Vollnarkose und mit kürzerer Erholungszeit arbeiten. Zwei der bekanntesten sind Mia® Femtech und Preservé™ – beide wurden vom Implantathersteller Motiva/Establishment Labs entwickelt und sind ausschließlich durch zertifizierte Operateure durchführbar.

Mia® Femtech (Minimal Invasive Augmentation)

Bei Mia® Femtech wird das Implantat über einen ca. 2 cm kleinen Schnitt in der Achselhöhle mithilfe eines speziellen Injektorsystems eingebracht – ohne Endoskop und ohne Schnitt an der Brust selbst. Der Eingriff erfolgt meist in örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung, dauert oft nur 15–20 Minuten und eignet sich vor allem für eine dezente Vergrößerung um ein bis zwei Körbchengrößen. Da Brustgewebe, Muskeln und Stützbänder weitgehend geschont werden, berichten Patientinnen häufig von kürzeren Ausfallzeiten.

Preservé™

Preservé™ verfolgt einen ähnlichen, gewebeschonenden Ansatz, nutzt jedoch meist den Zugang über die Unterbrustfalte. Statt das Gewebe zu schneiden, wird die Implantattasche mit einem speziellen Ballon-Instrument vorsichtig gedehnt („Nest“-Technik). Muskel-, Nerven- und Bandstrukturen bleiben dabei weitgehend unversehrt, was zu weniger Schmerzen, einer geringeren Kapselfibrose-Rate und einem stabileren Implantatsitz beitragen kann. Der Schnitt ist mit rund 2–2,5 cm deutlich kleiner als bei der klassischen Methode; der Eingriff kann teils ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt werden.

4. Brustvergrößerung ohne OP – was ist dran?

Anbieter, die eine „Brustvergrößerung ohne OP“ bewerben, setzen meist auf Hyaluronsäure-Unterspritzungen. Zu dieser Methode liegen keine belastbaren Langzeitstudien vor; auch Hersteller von Hyaluronsäure-Präparaten äußern medizinische Bedenken. Von Vakuumpumpen, Cremes oder Tabletten zur Brustvergrößerung raten wir ebenfalls ab – ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis fehlt.

Klassisches Implantat, Mia® Femtech, Preservé™ oder Eigenfett – was passt zu mir?

KriteriumKlassisches ImplantatMia® FemtechPreservé™Eigenfett
ZugangPeriareolär,
inframammär
oder axillär
Achselhöhle
(ca. 2 cm)
meist Unterbrustfalte
(ca. 2–2,5 cm)
Entnahmestelle
(z. B. Bauch/Hüfte)
+ kleine Einstiche
an der Brust
MaterialSilikon- oder
Kochsalz-Implantat
Motiva-ImplantatMotiva-Implantatkörpereigenes
Fettgewebe
Narkose i. d. R. Vollnarkoseörtliche
Betäubung/Sedierung
häufig ohne
Vollnarkose möglich
Vollnarkose oder
örtliche Betäubung
möglich
Änderung Volumenauch größere
Veränderungen
möglich
eher
1–2 Körbchengrößen
moderate
Veränderungen
eher kleine
bis moderate
Veränderungen
Voraussetzungkeine besonderen
anatomischen
Vorgaben
ausreichend
Eigengewebe zur
Abdeckung Implantat
ausreichend Eigengewebe
zur Abdeckung Implantat
ausreichend
körpereigene
Fettreserven
Geeignet beigroßem Volumenwunsch,
wenig Eigenfett
dezente Harmonisierung,
geringere Ausfallzeit
gewünscht
Wunsch nach besonders
gewebeschonendem
Vorgehen
Wunsch nach
implantatfreier,
sehr natürlicher Lösung
Narbenbildje nach Zugangsweg
auf der Brust sichtbar
kleine Narbe
in der Achsel
kleine Narbe
an der Unterbrustfalte
kleine, punktuelle
Narben an
Entnahme- und
Einbringstellen
Ob ein minimalinvasives Verfahren bzw. welche Methode für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer Anatomie und Ihrem Vergrößerungswunsch ab und wird im persönlichen Beratungsgespräch geprüft.

Worauf sollten Sie bei der Arztwahl achten?

Die Wahl des Operateurs ist einer der wichtigsten Faktoren für ein sicheres und zufriedenstellendes Ergebnis Ihrer Brustvergrößerung. Folgende Kriterien sollten Sie bei der Auswahl berücksichtigen:

  • Facharzttitel: Achten Sie auf die Bezeichnung „Facharzt/-ärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Dieser Titel ist gesetzlich geschützt und setzt eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung voraus – im Unterschied zu Ärzten, die kosmetische Eingriffe ohne entsprechende Facharztausbildung anbieten.
  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften: Eine Mitgliedschaft in anerkannten Fachgesellschaften wie der DGÄPC oder DGPRÄC ist ein zusätzliches Qualitätsindiz, da diese eigene Qualitätsstandards und Fortbildungspflichten vorschreiben.
  • Erfahrung mit dem gewünschten Verfahren: Fragen Sie gezielt nach der Erfahrung des Operateurs mit der von Ihnen gewünschten Methode (z. B. Implantat, Eigenfett, Mia® Femtech oder Preservé™) – nicht jeder Facharzt bietet alle Verfahren an oder ist für neuere Techniken zertifiziert.
  • Vorher-Nachher-Bilder eigener Patientinnen: Lassen Sie sich Ergebnisse von tatsächlich selbst operierten Patientinnen zeigen, idealerweise mit ähnlicher Ausgangssituation wie Ihrer eigenen. Eine Veröffentlichung ist nach dem Heilmittelwerbegesetz nicht erlaubt.
  • Ausführlichkeit der Beratung: Ein seriöser Operateur nimmt sich Zeit für Anamnese, Untersuchung und Risikoaufklärung und drängt nicht zu einer schnellen Entscheidung. Alle Ihre Fragen sollten verständlich beantwortet werden.
  • Transparenz bei Kosten und Leistungsumfang: Ein belastbares Angebot sollte alle Kostenbestandteile (OP, Klinik, Nachsorge, Implantate, MwSt.) klar ausweisen, statt mit unrealistisch niedrigen Pauschalpreisen zu locken.
  • Klinikstandard: Prüfen Sie, ob die Operation in einer zertifizierten Klinik mit entsprechender OP- und Anästhesie-Ausstattung sowie stationären Kapazitäten für den Notfall durchgeführt wird.
  • Erreichbarkeit für die Nachsorge: Klären Sie vorab, wie Nachsorgetermine organisiert sind und wer bei Komplikationen Ihr Ansprechpartner ist – besonders wichtig bei Operationen im Ausland.
  • Persönliches Vertrauen: Neben allen formalen Kriterien sollte auch die zwischenmenschliche Ebene stimmen – Sie sollten sich bei Ihrem Operateur gut aufgehoben und ernst genommen fühlen.

Tipp: Eine zweite Meinung eines weiteren Facharztes kann bei größeren Eingriffen oder Unsicherheiten sinnvoll sein.

Wie läuft die Beratung vor der Brustvergrößerung ab?

Vor der Entscheidung stehen eine ausführliche Aufklärung und Untersuchung. Dabei werden Methoden, Implantate sowie deren Vor- und Nachteile besprochen, ebenso die individuellen Risiken. Die meisten Patientinnen wünschen sich ein natürliches Ergebnis – dieses Ziel wird gemeinsam mit dem Facharzt besprochen.

Vor der Entscheidung sollten Sie klären:

  • Realistische Ergebnisse: Was ist möglich, was nicht?
  • Risiken: Sind mögliche Folgen (z. B. Kapselfibrose, Wundheilungsstörungen) für Sie tragbar
  • Komplikationen: Können Heilungsverlauf und Kosten beeinflussen – vorab klären.
  • Offene Fragen: Entscheiden Sie sich erst, wenn alle Fragen beantwortet sind.

Was ist vor der Operation zu beachten?

  • Offene Fragen klären: Entscheiden Sie sich erst für die OP, wenn alle Fragen zu Heilungsverlauf und Risiken geklärt sind.
  • Implantatauswahl: Die passende Implantatgröße wird ggf. in einem gesonderten Termin festgelegt.
  • Blutgerinnung/Medikamente: Gerinnungshemmende Mittel (auch Aspirin) 14 Tage vor der OP absetzen; Dauermedikation vorab besprechen.
  • Aktuelles Blutbild: Muss spätestens am OP-Tag vorliegen, Werte im Normbereich, keine akuten Infekte.
  • Nikotin: Möglichst ganz einstellen, mindestens 1–2 Tage vor der OP.
  • Alkohol: Ca. 1–2 Wochen vor der OP meiden.

Welche Risiken und Komplikationen gibt es?

Wie bei jeder Operation bestehen Risiken. Mögliche Komplikationen:
  • Kapselfibrose
  • Double-Bubble-Effekt
  • Wundheilungsstörungen
  • Bottoming Out
  • Rippling
  • Alterung bzw. Beschädigung des Implantats
  • Erschlaffung der Brust durch Implantatgewicht
  • Nachblutung/Hämatom, Infektion, Sensibilitätsstörungen (allgemeine OP-Risiken)
op-kosten

Wie viel kostet eine Brustvergrößerung?

kosten

Die genauen Kosten lassen sich erst nach einer persönlichen Untersuchung nennen. 

Grobe Richtwerte:

  • Implantate: 4.000 € – 9.500 €
  • Implantate mit gleichzeitiger Straffung: 4.500 € – 10.000 €
  • Eigenfett: 3.500 € – 9.000 €

Faktoren, welche die Kosten beeinflussen:

  • Umfang von Beratung
  • Voruntersuchung und Aufklärung
  • individuelle Ausgangssituation (Implantatwahl, -lage, Asymmetrie, zusätzliche Straffung, Implantatwechsel, Vorerkrankungen)
  • Qualität und Hersteller der Implantate
  • Qualifikation und Erfahrung des Operateurs
  • OP-Dauer und stationärer Aufenthalt
  • Art der Anästhesie
  • Stütz-BH und Verbandsmaterial
    Nachsorgetermine
  • gesetzliche Mehrwertsteuer (19 %, sofern kein medizinischer Grund vorliegt)
  • Reise- und eventuelle Folgekosten

Kostenübernahme durch Krankenkassen:

Ästhetisch motivierte Eingriffe werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen nicht übernommen. Eine Kostenübernahme kommt nur bei medizinischer Indikation infrage (z. B. Rekonstruktion nach Tumoroperationen, schweren angeborenen Fehlbildungen wie Amazie oder ausgeprägten Asymmetrien) nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD).

Ablauf und Nachsorge

Vor dem Eingriff: Verzicht auf blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS) 14 Tage vor OP; Reduktion von Nikotin und Alkohol; Vorlage eines aktuellen Blutbilds.

Hilfreiche Checklisten für Ihren Beratungstermin finden Sie auch auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie:

Nach dem Eingriff: 

WocheZu beachten
Woche 1–2Tragen des medizinischen Kompressions-BHs (Tag und Nacht);
Wiederaufnahme leichter Bürotätigkeiten.
Woche 4–6Verzicht auf Schlafen in Bauchlage und schweres Heben; schrittweises Abnehmen des Kompressionsmieders nach ärztlicher Freigabe.
Ab Woche 7Sport, Fitnesstraining, Sauna und Sonnenbäder wieder uneingeschränkt möglich.
Monat 6–12Abschlusskontrolle und Begutachtung des finalen Ergebnisses.

Nachsorgetermine:

Regelmäßige Kontrolltermine sind entscheidend, um den Heilungsverlauf zu überwachen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Üblich sind mehrere Nachsorgetermine im ersten Jahr nach der Operation.

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Fragen und Antworten

Fragen zur OP und Methodenwahl

Wichtige Anhaltspunkte sind der geschützte Facharzttitel für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Erfahrung mit der gewünschten Methode, eine ausführliche und transparente Beratung, echte Vorher-Nachher-Bilder eigener Patientinnen im Rahmen des Beratungsgespräches (keine offizielle Darstellung!) sowie ein zertifizierter Klinikstandard mit geregelter Nachsorge.

Moderne kohäsive Silikongelimplantate verfügen über hohe Reißfestigkeit und Barriereschichten. Ein routinemäßiger Wechsel nach 10 Jahren ist bei beschwerdefreiem Verlauf und unauffälligem Ultraschallbefund nicht mehr zwingend erforderlich.

Bei submuskulärer Lage und einem Zugang über die Unterbrustfalte bleibt das Drüsengewebe intakt, sodass die Stillfähigkeit in der Regel voll erhalten bleibt. Bei Schnitten rund um den Brustwarzenhof besteht ein geringfügig höheres Risiko für Sensibilitäts- oder Stillbeeinträchtigungen.

In den häufigsten Fällen wird eine Brustvergrößerungs-OP mit Implantaten in Vollnarkose durchgeführt. In sehr ausgewählten Fällen ist oder bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine örtliche Betäubung möglich

In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl in der Brust haben, da sich die Haut und das Gewebe entsprechend anpasst.

Dies ist abhängig von Ihrer beruflichen Tätigkeit – körperlich nicht anstrengende Tätigkeiten sind meist nach 7 bis 14 Tagen wieder möglich. Körperlich anstrengende Tätigkeiten können auch einen Zeitraum von 3 Wochen in Anspruch nehmen.

Von einer Krankschreibung raten wir ab, da der Arbeitsgeber nur bei medizinisch notwendigen Behandlungen zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist. Bei ästhetischen Eingriffen könnte eine Inanspruchnahme der Lohnfortzahlung arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich bringen. Daher raten wir, Ihren Urlaub für die Zeit zu verwenden.

Bei Mia® Femtech wird das Implantat über einen kleinen Schnitt in der Achselhöhle mit einem speziellen Injektor eingesetzt, meist unter örtlicher Betäubung statt Vollnarkose. Der Eingriff ist kürzer, die Narbe liegt nicht auf der Brust selbst, und die Erholungszeit ist häufig kürzer. Klassische Implantat-OPs bieten dafür ein breiteres Spektrum an Volumenveränderungen.

Preservé™ eignet sich vor allem für Patientinnen, die einen besonders gewebeschonenden Eingriff mit möglichst kleiner Narbe wünschen und Wert auf den Erhalt von Sensibilität und Stillfähigkeit legen. Ob die Methode im Einzelfall geeignet ist, klärt die Voruntersuchung.

Nein. Beide Verfahren eignen sich vor allem für eine dezente bis moderate Vergrößerung. Bei größerem Volumenwunsch, ausgeprägter Erschlaffung oder bestimmten anatomischen Voraussetzungen kann eine klassische Brustvergrößerung die geeignetere Methode sein. Die Eignung wird individuell im Beratungsgespräch geprüft.

Fragen zur Heilung und Zeit nach der OP

Erste Konturen sind sofort sichtbar. Das finale Ergebnis zeigt sich nach 6 bis 12 Monaten, sobald postoperatives Gewebewasser vollständig resorbiert ist und sich die Kapsel um das Implantat harmonisch eingepasst hat.

Direkt nach dem Eingriff tritt ein muskelkaterähnliches Spannungsgefühl auf, insbesondere bei Platzierung unter dem Brustmuskel. Die Beschwerden lassen sich mit standardisierten Schmerzmitteln gut kontrollieren und klingen meist nach 3 bis 5 Tagen deutlich ab.

In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl in der Brust haben, da sich die Haut und das Gewebe entsprechend anpasst.

Körperlich nicht anstrengende Tätigkeiten sind meist nach 7–14 Tagen wieder möglich, körperlich anstrengende Tätigkeiten nach bis zu 3 Wochen. Da es sich in der Regel um einen ästhetischen Eingriff ohne medizinische Notwendigkeit handelt, empfiehlt sich Urlaub statt Krankschreibung, um mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Duschen ist in der Regel erst nach Entfernung des Nahtmaterials möglich; unterhalb des Operationsbereichs kann meist früher geduscht werden. Genaue Angaben erhalten Sie individuell von Ihrem Operateur.

Sauna ist ab der 7. Woche nach der Operation wieder zulässig

In den ersten Tagen nach der Operation ist Autofahren nicht zu empfehlen – u. a. wegen des Sicherheitsgurtdrucks auf den Brustbereich. In der Regel ist nach etwa einer Woche wieder sicheres Fahren möglich.

Leichte sportliche Aktivitäten sind meist ab der 7. Woche nach der Operation wieder erlaubt. Übungen mit Belastung des Brustbereichs sollten Sie zunächst vermeiden.

Sauna und Sonnenexposition sind in der Regel ab der 7. Woche wieder möglich. Narben sollten dabei zunächst geschützt werden, um Fehlpigmentierung zu vermeiden.

Tauchen ist meist ab ca. 12 Wochen möglich. Skifahren wird wegen der Sturzgefahr und der Belastung des Brustbereichs erst nach 8–12 Wochen empfohlen.

Anfangs können Sensibilitätsstörungen in der Brust bestehen. Übermäßige Belastung der Brust sollte in der Heilungsphase vermieden werden.

Das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach 6 bis 12 Monaten sichtbar, wenn Schwellungen vollständig abgeklungen sind und sich das Gewebe gesetzt hat.

Empfohlene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Alle nachfolgende Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie besitzen jahrelange Erfahrung und Expertise. Sie müssen unser Mindestanforderungsprofil erfüllen.

Alternativ empfehlen wir einen Blick in die Mitgliederverzeichnisse der Fachverbände des Fachbereiches Ästhetische Chirurgie. Grundsätzlich sollten Sie immer die Angaben zu den Mitgliedschaften prüfen.

Beachten Sie unbedingt unsere Hinweise zur Facharztbezeichnung Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Unsere Quellen und Autoren:

Die fachlichen Inhalte wurden durch unser langjährig erfahrenes und hoch qualifiziertes Fachärzteteam erstellt und auf dem aktuellen Stand gehalten. Weitere Quellen sind die Fachgesellschaften bzw. Fachvereinigungen im Bereich der ästhetischen Plastischen Chirurgie (Fachvereinigungen und Fachverbände)

  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie (DGÄPC): www.dgaepc.de
  • Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC): www.dgpraec.de
  • AWMF S2k-Leitlinie „Brustimplantate“ (jeweils aktuelle Fassung): www.awmf.org
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – Informationen zu Brustimplantaten: www.bfarm.de
Establishment Labs / Motiva – Herstellerinformationen zu Mia® Femtech und Preservé™: www.motivaimagine.com
  • Tebbetts, J. B. (2001): Dual plane breast augmentation: optimizing implant-soft-tissue relationships in a wide range of breast types. Plastic and Reconstructive Surgery, 107(5), 1255–1272. (Grundlagenarbeit zur Dual-Plane-Technik).
  • Tebbetts, J. B., & Adams, W. P. (2005): Five critical decisions in breast augmentation using five measurements in 5 minutes: the High Five system. Plastic and Reconstructive Surgery, 116(7), 2005–2016. (Standard zur präoperativen Planung und Gewebeabdeckung).
  • Spear, S. L., & Carter, M. E. (2006): A comparison of subglandular, subpectoral, and dual-plane subpectoral breast augmentation. Clinics in Plastic Surgery, 33(2), 247–251.
  • BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Sicherheitsanforderungen, Register und Konformitätsbewertungen (CE-Kennzeichnung) für Silikongel-Brustimplantate.
  • MDR (Medical Device Regulation / EU-Verordnung 2017/745): Europäische Regularien für Medizinprodukte der Klasse III (Brustimplantate).
  • Establishment Labs / Motiva: Klinische Dokumentation und Sicherheitsdaten zu Mia® Femtech und minimalinvasiven Preservé™-Technologien.