Brustvergrößerung beim Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Medizinisch geprüft im Rahmen unseres Expertennetzwerks
Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation oder Brustaugmentation) ist ein chirurgischer Eingriff zur Vergrößerung und Formoptimierung der weiblichen Brust mithilfe von Silikonimplantaten oder körpereigenem Fettgewebe.
Das Verfahren korrigiert anlagebedingte Asymmetrien, Volumendefizite oder gewebebedingte Veränderungen nach Schwangerschaft und Gewichtsverlust, um ein harmonisches, natürliches Gesamtbild zu erzielen.

Kurzinformationen Brustvergrößerung
| Op-Art | Stationärer Eingriff |
|---|---|
| Aufenthalt Klinik | 1 Tag in der Klinik |
| Narkose | Vollnarkose |
| OP-Dauer | 1 bis 2 Stunden |
| Methoden | Brustvergrößerung mit Implantaten oder mit Eigenfett |
| Arbeitsfähig | 10 bis 14 Tage nach der Operation |
| Heilung | Sportliche Aktivitäten ab der 7. Woche nach OP Endergebnis sichtbar nach 6 bis 12 Monaten |
| Kosten | ⌀ EUR 4000,- bis EUR 10000,- |
| Alternative Bezeichungen | Brustaugmentation, Mammaaugmentation, Augmentation der Brust, Busen vergrößern |
| Info-Flyer | |
| Wichtig | Ablauf und Grundvoraussetzungen |
Wann kommt eine Brustvergrößerung in Frage?
Die Brustvergrößerung kommt meist bei folgenden Ausgangsbefunden zum Einsatz:
- anlagebedingt kleine Brüste (Mammahypoplasie)
- kaum entwickelte Brüste (juvenile Mikromastie)
- Wunsch nach mehr Volumen bei normal entwickelter Brust
- Straffung eines erschlafften Busens
- altersbedingt hängende Brüste (Mastoptosis)
- erschlaffter Busen nach Schwangerschaft und Stillzeit (sekundäre Mikromastie)
- schlauchförmige Brüste (tubuläre Brust)
- Brustasymmetrie bzw. einseitige Unterentwicklung
- Volumenausgleich nach Bruststraffung oder Brustverkleinerung
Auswahl an unterschiedlichen Ausgangssituationen
Diese Bilder sollen Ihnen einen Eindruck vermitteln, warum es keine pauschalen Aussagen für Ihre Brustvergrößerung geben kann und warum eine Voruntersuchung notwendig ist (Bilder wurden von Dr. Graf von Finckenstein zur Verfügung gestellt):








Voraussetzungen für die Operation:
- mindestens 18 Jahre alt
- guter allgemeiner Gesundheitszustand
- abgeschlossene Gewichtsreduktion bzw. keine geplante Gewichtsabnahme
- keine bestehende oder geplante Schwangerschaft
- bei Vorerkrankungen: individuelle ärztliche Prüfung erforderlich
Welche Methoden zur Brustvergrößerung gibt es?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Brust zu vergrößern:
Brustvergrößerung mit Implantaten
In den meisten Fällen wird die Brustvergrößerung durch den Einsatz eines Brustimplantates durchgeführt. Dabei wird die Form Ihrer Brust verbessert oder vergrößert. Unsere erfahrenen Fachärzte für Plastische Chirurgie führen die Operation nur mit hochwertigen Implantaten durch, die mit Silikongel oder Kochsalzlösung gefüllt sind. Wir verwenden ausschließlich Brustimplantate mit CE-Zulassung und lebenslanger Garantie.
Diese Methode ist besonders geeignet für Patientinnen, die sich eine starke Veränderung wünschen oder wenig eigenes Fett haben.
Je nach Bedarf gibt es auch verschiedene Zugangswege und Positionen der Implantate. Bei der Brustvergrößerung mit Implantaten gibt es folgende Unterschiede:
Zugangswege

| 1 Brustwarze (Periareolärer Schnitt) | Narbe verläuft am Rand des Warzenhofs; erfordert ausreichende Hofgröße. |
|---|---|
| 2 Inframammär (Unterbrustfalte): | Häufigster Zugang; Narbe liegt verdeckt in der natürlichen Falte. |
| 3 Transaxillär (Achselhöhle) | Schnitt liegt in der Achsel; keine Narbe direkt auf der Brust |
Lage der Implantate (Implantattasche)

Subglandulär (vor dem Brustmuskel / epimuskulär):
Implantatlage:
direkt unter dem Brustgewebe, über dem Brustmuskel
Voraussetzung:
ausreichend eigenes Brust-/Weichteilgewebe zur Implantatabdeckung
Vorteil:
- kürzere OP-Dauer
- weniger Schmerzen
- direktere Formgebung,
- geringere Gefahr der Implantatverschiebung durch Muskelbewegung
Nachteil:
Implantatränder/-rippling eher tastbar oder sichtbar, insbesondere bei wenig Eigengewebe
Eher geeignet bei:
ausreichend vorhandenem Eigengewebe, z. B. nach Schwangerschaft/Gewichtszunahme
Vollständig submuskulär (komplett unter dem Brustmuskel / subpektoral):
Implantatlage:
vollständig unter dem großen Brustmuskel
Voraussetzung:
stabiler, ausreichend kräftiger Brustmuskel
Vorteil:
- natürlicher Übergang im oberen Brustpol,
- geringeres Risiko tastbarer Implantatränder,
- ggf. geringeres Kapselfibroserisiko
Nachteil:
- längere und schmerzhaftere Erholungsphase,
- mögliche Formveränderung bei Muskelanspannung („Animation Deformity“)
Eher geeignet bei:
- sehr dünner Haut- und Gewebedecke,
- geringem Eigengewebe
Dual-Plane-Technik nach Dr. John Tebbetts (Kombinationsverfahren):
Implantatlage:
im oberen Bereich unter dem Muskel,
im unteren Bereich unter dem Drüsengewebe
Voraussetzung:
- ausreichend Drüsengewebe im unteren Brustpol,
- kräftiger oberer Muskelanteil
Vorteil:
- kombiniert natürlichen oberen Übergang
mit guter unterer Formgebung, - reduziert „Double-Bubble“-Risiko
- kombiniert natürlichen oberen Übergang
Nachteil:
technisch anspruchsvoller, längere OP-Dauer als reine subglanduläre Lage
Eher geeignet bei:
- schlauchförmiger Brust,
- leichter Erschlaffung,
- Wunsch nach möglichst natürlichem Übergang
Welche Implantatlage im Einzelfall geeignet ist, hängt von Gewebedicke, Muskelstärke, Ausgangsbefund und gewünschtem Ergebnis ab und wird im Rahmen der Voruntersuchung individuell festgelegt.

Unterschiede bei den Brustimplantaten
- Oberflächenbeschaffenheit
- Füllmaterial
- Form (rund oder anatomisch)
- mechanische Belastbarkeit,
- Kohäsivität/Profil
- Größe
- Gewicht
Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling)
Körpereigenes Fettgewebe wird durch Liposuktion (z. B. an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln) gewonnen, aufbereitet und schichtweise in die Brust injiziert. Ideal für Patientinnen, die eine moderate Vergrößerung (ca. eine halbe bis eine Körbchengröße pro Sitzung) ohne Fremdkörper wünschen.
3. Minimalinvasive Verfahren: Mia® Femtech und Preservé™
Neben der klassischen OP mit Implantaten gibt es inzwischen minimalinvasive Verfahren, die mit deutlich kleineren Schnitten, ohne Vollnarkose und mit kürzerer Erholungszeit arbeiten. Zwei der bekanntesten sind Mia® Femtech und Preservé™ – beide wurden vom Implantathersteller Motiva/Establishment Labs entwickelt und sind ausschließlich durch zertifizierte Operateure durchführbar.
Mia® Femtech (Minimal Invasive Augmentation)
Preservé™
4. Brustvergrößerung ohne OP – was ist dran?
Klassisches Implantat, Mia® Femtech, Preservé™ oder Eigenfett – was passt zu mir?
| Kriterium | Klassisches Implantat | Mia® Femtech | Preservé™ | Eigenfett |
|---|---|---|---|---|
| Zugang | Periareolär, inframammär oder axillär | Achselhöhle (ca. 2 cm) | meist Unterbrustfalte (ca. 2–2,5 cm) | Entnahmestelle (z. B. Bauch/Hüfte) + kleine Einstiche an der Brust |
| Material | Silikon- oder Kochsalz-Implantat | Motiva-Implantat | Motiva-Implantat | körpereigenes Fettgewebe |
| Narkose | i. d. R. Vollnarkose | örtliche Betäubung/Sedierung | häufig ohne Vollnarkose möglich | Vollnarkose oder örtliche Betäubung möglich |
| Änderung Volumen | auch größere Veränderungen möglich | eher 1–2 Körbchengrößen | moderate Veränderungen | eher kleine bis moderate Veränderungen |
| Voraussetzung | keine besonderen anatomischen Vorgaben | ausreichend Eigengewebe zur Abdeckung Implantat | ausreichend Eigengewebe zur Abdeckung Implantat | ausreichend körpereigene Fettreserven |
| Geeignet bei | großem Volumenwunsch, wenig Eigenfett | dezente Harmonisierung, geringere Ausfallzeit gewünscht | Wunsch nach besonders gewebeschonendem Vorgehen | Wunsch nach implantatfreier, sehr natürlicher Lösung |
| Narbenbild | je nach Zugangsweg auf der Brust sichtbar | kleine Narbe in der Achsel | kleine Narbe an der Unterbrustfalte | kleine, punktuelle Narben an Entnahme- und Einbringstellen |
Worauf sollten Sie bei der Arztwahl achten?
Die Wahl des Operateurs ist einer der wichtigsten Faktoren für ein sicheres und zufriedenstellendes Ergebnis Ihrer Brustvergrößerung. Folgende Kriterien sollten Sie bei der Auswahl berücksichtigen:
- Facharzttitel: Achten Sie auf die Bezeichnung „Facharzt/-ärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Dieser Titel ist gesetzlich geschützt und setzt eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung voraus – im Unterschied zu Ärzten, die kosmetische Eingriffe ohne entsprechende Facharztausbildung anbieten.
- Mitgliedschaft in Fachgesellschaften: Eine Mitgliedschaft in anerkannten Fachgesellschaften wie der DGÄPC oder DGPRÄC ist ein zusätzliches Qualitätsindiz, da diese eigene Qualitätsstandards und Fortbildungspflichten vorschreiben.
- Erfahrung mit dem gewünschten Verfahren: Fragen Sie gezielt nach der Erfahrung des Operateurs mit der von Ihnen gewünschten Methode (z. B. Implantat, Eigenfett, Mia® Femtech oder Preservé™) – nicht jeder Facharzt bietet alle Verfahren an oder ist für neuere Techniken zertifiziert.
- Vorher-Nachher-Bilder eigener Patientinnen: Lassen Sie sich Ergebnisse von tatsächlich selbst operierten Patientinnen zeigen, idealerweise mit ähnlicher Ausgangssituation wie Ihrer eigenen. Eine Veröffentlichung ist nach dem Heilmittelwerbegesetz nicht erlaubt.
- Ausführlichkeit der Beratung: Ein seriöser Operateur nimmt sich Zeit für Anamnese, Untersuchung und Risikoaufklärung und drängt nicht zu einer schnellen Entscheidung. Alle Ihre Fragen sollten verständlich beantwortet werden.
- Transparenz bei Kosten und Leistungsumfang: Ein belastbares Angebot sollte alle Kostenbestandteile (OP, Klinik, Nachsorge, Implantate, MwSt.) klar ausweisen, statt mit unrealistisch niedrigen Pauschalpreisen zu locken.
- Klinikstandard: Prüfen Sie, ob die Operation in einer zertifizierten Klinik mit entsprechender OP- und Anästhesie-Ausstattung sowie stationären Kapazitäten für den Notfall durchgeführt wird.
- Erreichbarkeit für die Nachsorge: Klären Sie vorab, wie Nachsorgetermine organisiert sind und wer bei Komplikationen Ihr Ansprechpartner ist – besonders wichtig bei Operationen im Ausland.
- Persönliches Vertrauen: Neben allen formalen Kriterien sollte auch die zwischenmenschliche Ebene stimmen – Sie sollten sich bei Ihrem Operateur gut aufgehoben und ernst genommen fühlen.
Tipp: Eine zweite Meinung eines weiteren Facharztes kann bei größeren Eingriffen oder Unsicherheiten sinnvoll sein.
Wie läuft die Beratung vor der Brustvergrößerung ab?
Vor der Entscheidung stehen eine ausführliche Aufklärung und Untersuchung. Dabei werden Methoden, Implantate sowie deren Vor- und Nachteile besprochen, ebenso die individuellen Risiken. Die meisten Patientinnen wünschen sich ein natürliches Ergebnis – dieses Ziel wird gemeinsam mit dem Facharzt besprochen.
Vor der Entscheidung sollten Sie klären:
- Realistische Ergebnisse: Was ist möglich, was nicht?
- Risiken: Sind mögliche Folgen (z. B. Kapselfibrose, Wundheilungsstörungen) für Sie tragbar
- Komplikationen: Können Heilungsverlauf und Kosten beeinflussen – vorab klären.
- Offene Fragen: Entscheiden Sie sich erst, wenn alle Fragen beantwortet sind.
Was ist vor der Operation zu beachten?
- Offene Fragen klären: Entscheiden Sie sich erst für die OP, wenn alle Fragen zu Heilungsverlauf und Risiken geklärt sind.
- Implantatauswahl: Die passende Implantatgröße wird ggf. in einem gesonderten Termin festgelegt.
- Blutgerinnung/Medikamente: Gerinnungshemmende Mittel (auch Aspirin) 14 Tage vor der OP absetzen; Dauermedikation vorab besprechen.
- Aktuelles Blutbild: Muss spätestens am OP-Tag vorliegen, Werte im Normbereich, keine akuten Infekte.
- Nikotin: Möglichst ganz einstellen, mindestens 1–2 Tage vor der OP.
- Alkohol: Ca. 1–2 Wochen vor der OP meiden.
Welche Risiken und Komplikationen gibt es?
- Kapselfibrose
- Double-Bubble-Effekt
- Wundheilungsstörungen
- Bottoming Out
- Rippling
- Alterung bzw. Beschädigung des Implantats
- Erschlaffung der Brust durch Implantatgewicht
- Nachblutung/Hämatom, Infektion, Sensibilitätsstörungen (allgemeine OP-Risiken)

Wie viel kostet eine Brustvergrößerung?

Die genauen Kosten lassen sich erst nach einer persönlichen Untersuchung nennen.
Grobe Richtwerte:
- Implantate: 4.000 € – 9.500 €
- Implantate mit gleichzeitiger Straffung: 4.500 € – 10.000 €
- Eigenfett: 3.500 € – 9.000 €
Faktoren, welche die Kosten beeinflussen:
- Umfang von Beratung
- Voruntersuchung und Aufklärung
- individuelle Ausgangssituation (Implantatwahl, -lage, Asymmetrie, zusätzliche Straffung, Implantatwechsel, Vorerkrankungen)
- Qualität und Hersteller der Implantate
- Qualifikation und Erfahrung des Operateurs
- OP-Dauer und stationärer Aufenthalt
- Art der Anästhesie
- Stütz-BH und Verbandsmaterial
Nachsorgetermine - gesetzliche Mehrwertsteuer (19 %, sofern kein medizinischer Grund vorliegt)
- Reise- und eventuelle Folgekosten
Kostenübernahme durch Krankenkassen:
Ablauf und Nachsorge
Vor dem Eingriff: Verzicht auf blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS) 14 Tage vor OP; Reduktion von Nikotin und Alkohol; Vorlage eines aktuellen Blutbilds.
Hilfreiche Checklisten für Ihren Beratungstermin finden Sie auch auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie:
Nach dem Eingriff:
| Woche | Zu beachten |
|---|---|
| Woche 1–2 | Tragen des medizinischen Kompressions-BHs (Tag und Nacht); Wiederaufnahme leichter Bürotätigkeiten. |
| Woche 4–6 | Verzicht auf Schlafen in Bauchlage und schweres Heben; schrittweises Abnehmen des Kompressionsmieders nach ärztlicher Freigabe. |
| Ab Woche 7 | Sport, Fitnesstraining, Sauna und Sonnenbäder wieder uneingeschränkt möglich. |
| Monat 6–12 | Abschlusskontrolle und Begutachtung des finalen Ergebnisses. |
Nachsorgetermine:
Regelmäßige Kontrolltermine sind entscheidend, um den Heilungsverlauf zu überwachen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Üblich sind mehrere Nachsorgetermine im ersten Jahr nach der Operation.

Fragen und Antworten
Fragen zur OP und Methodenwahl
Woran erkenne ich einen guten Facharzt für Brustvergrößerung?
Wichtige Anhaltspunkte sind der geschützte Facharzttitel für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Erfahrung mit der gewünschten Methode, eine ausführliche und transparente Beratung, echte Vorher-Nachher-Bilder eigener Patientinnen im Rahmen des Beratungsgespräches (keine offizielle Darstellung!) sowie ein zertifizierter Klinikstandard mit geregelter Nachsorge.
Wie lange halten moderne Brustimplantate?
Moderne kohäsive Silikongelimplantate verfügen über hohe Reißfestigkeit und Barriereschichten. Ein routinemäßiger Wechsel nach 10 Jahren ist bei beschwerdefreiem Verlauf und unauffälligem Ultraschallbefund nicht mehr zwingend erforderlich.
Beeinträchtigt eine Brustvergrößerung die Stillfähigkeit?
Bei submuskulärer Lage und einem Zugang über die Unterbrustfalte bleibt das Drüsengewebe intakt, sodass die Stillfähigkeit in der Regel voll erhalten bleibt. Bei Schnitten rund um den Brustwarzenhof besteht ein geringfügig höheres Risiko für Sensibilitäts- oder Stillbeeinträchtigungen.
Welche Narkose wird verwendet? Wird eine Vollnarkose eingesetzt?
In den häufigsten Fällen wird eine Brustvergrößerungs-OP mit Implantaten in Vollnarkose durchgeführt. In sehr ausgewählten Fällen ist oder bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine örtliche Betäubung möglich
Habe ich nach der Brustvergrößerung ein Spannungsgefühl in der Brust?
In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl in der Brust haben, da sich die Haut und das Gewebe entsprechend anpasst.
Wie lange sollte ich mir Urlaub nehmen und wann kann ich wieder arbeiten? Werde ich krank geschrieben?
Dies ist abhängig von Ihrer beruflichen Tätigkeit – körperlich nicht anstrengende Tätigkeiten sind meist nach 7 bis 14 Tagen wieder möglich. Körperlich anstrengende Tätigkeiten können auch einen Zeitraum von 3 Wochen in Anspruch nehmen.
Von einer Krankschreibung raten wir ab, da der Arbeitsgeber nur bei medizinisch notwendigen Behandlungen zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist. Bei ästhetischen Eingriffen könnte eine Inanspruchnahme der Lohnfortzahlung arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich bringen. Daher raten wir, Ihren Urlaub für die Zeit zu verwenden.
Was ist der Unterschied zwischen Mia® Femtech und einer klassischen Brustvergrößerung?
Bei Mia® Femtech wird das Implantat über einen kleinen Schnitt in der Achselhöhle mit einem speziellen Injektor eingesetzt, meist unter örtlicher Betäubung statt Vollnarkose. Der Eingriff ist kürzer, die Narbe liegt nicht auf der Brust selbst, und die Erholungszeit ist häufig kürzer. Klassische Implantat-OPs bieten dafür ein breiteres Spektrum an Volumenveränderungen.
Für wen eignet sich Preservé™?
Preservé™ eignet sich vor allem für Patientinnen, die einen besonders gewebeschonenden Eingriff mit möglichst kleiner Narbe wünschen und Wert auf den Erhalt von Sensibilität und Stillfähigkeit legen. Ob die Methode im Einzelfall geeignet ist, klärt die Voruntersuchung.
Sind Mia® Femtech und Preservé™ für jede Patientin geeignet?
Nein. Beide Verfahren eignen sich vor allem für eine dezente bis moderate Vergrößerung. Bei größerem Volumenwunsch, ausgeprägter Erschlaffung oder bestimmten anatomischen Voraussetzungen kann eine klassische Brustvergrößerung die geeignetere Methode sein. Die Eignung wird individuell im Beratungsgespräch geprüft.
Fragen zur Heilung und Zeit nach der OP
Wann ist das endgültige Ergebnis sichtbar?
Erste Konturen sind sofort sichtbar. Das finale Ergebnis zeigt sich nach 6 bis 12 Monaten, sobald postoperatives Gewebewasser vollständig resorbiert ist und sich die Kapsel um das Implantat harmonisch eingepasst hat.
Wie stark sind die Schmerzen nach der Operation?
Direkt nach dem Eingriff tritt ein muskelkaterähnliches Spannungsgefühl auf, insbesondere bei Platzierung unter dem Brustmuskel. Die Beschwerden lassen sich mit standardisierten Schmerzmitteln gut kontrollieren und klingen meist nach 3 bis 5 Tagen deutlich ab.
Habe ich nach der Brustvergrößerung ein Spannungsgefühl in der Brust?
In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl in der Brust haben, da sich die Haut und das Gewebe entsprechend anpasst.
Wie lange bin ich krankgeschrieben bzw. wann kann ich wieder arbeiten?
Körperlich nicht anstrengende Tätigkeiten sind meist nach 7–14 Tagen wieder möglich, körperlich anstrengende Tätigkeiten nach bis zu 3 Wochen. Da es sich in der Regel um einen ästhetischen Eingriff ohne medizinische Notwendigkeit handelt, empfiehlt sich Urlaub statt Krankschreibung, um mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Wann darf ich nach der Brustvergrößerung wieder duschen?
Duschen ist in der Regel erst nach Entfernung des Nahtmaterials möglich; unterhalb des Operationsbereichs kann meist früher geduscht werden. Genaue Angaben erhalten Sie individuell von Ihrem Operateur.
Wann darf ich nach einer Brustvergrößerung wieder in die Sauna?
Sauna ist ab der 7. Woche nach der Operation wieder zulässig
Wann darf ich wieder Auto fahren?
In den ersten Tagen nach der Operation ist Autofahren nicht zu empfehlen – u. a. wegen des Sicherheitsgurtdrucks auf den Brustbereich. In der Regel ist nach etwa einer Woche wieder sicheres Fahren möglich.
Wann darf ich wieder ins Fitnessstudio bzw. Sport treiben?
Leichte sportliche Aktivitäten sind meist ab der 7. Woche nach der Operation wieder erlaubt. Übungen mit Belastung des Brustbereichs sollten Sie zunächst vermeiden.
Wann darf ich nach der Brustvergrößerung wieder in die Sauna oder Sonne?
Sauna und Sonnenexposition sind in der Regel ab der 7. Woche wieder möglich. Narben sollten dabei zunächst geschützt werden, um Fehlpigmentierung zu vermeiden.
Wann kann ich nach der Brustvergrößerung wieder tauchen oder Skifahren?
Tauchen ist meist ab ca. 12 Wochen möglich. Skifahren wird wegen der Sturzgefahr und der Belastung des Brustbereichs erst nach 8–12 Wochen empfohlen.
Was ist beim Sex nach einer Brustvergrößerung zu beachten?
Anfangs können Sensibilitätsstörungen in der Brust bestehen. Übermäßige Belastung der Brust sollte in der Heilungsphase vermieden werden.
Wann ist das Endergebnis der Brustvergrößerung sichtbar?
Das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach 6 bis 12 Monaten sichtbar, wenn Schwellungen vollständig abgeklungen sind und sich das Gewebe gesetzt hat.
Empfohlene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Alle nachfolgende Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie besitzen jahrelange Erfahrung und Expertise. Sie müssen unser Mindestanforderungsprofil erfüllen.
Alternativ empfehlen wir einen Blick in die Mitgliederverzeichnisse der Fachverbände des Fachbereiches Ästhetische Chirurgie. Grundsätzlich sollten Sie immer die Angaben zu den Mitgliedschaften prüfen.
Beachten Sie unbedingt unsere Hinweise zur Facharztbezeichnung Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Unsere Quellen und Autoren:
Unsere Autoren
Die fachlichen Inhalte wurden durch unser langjährig erfahrenes und hoch qualifiziertes Fachärzteteam erstellt und auf dem aktuellen Stand gehalten. Weitere Quellen sind die Fachgesellschaften bzw. Fachvereinigungen im Bereich der ästhetischen Plastischen Chirurgie (Fachvereinigungen und Fachverbände)
Medizinische Leitlinien & Fachgesellschaften
- Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie (DGÄPC): www.dgaepc.de
- Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC): www.dgpraec.de
- AWMF S2k-Leitlinie „Brustimplantate“ (jeweils aktuelle Fassung): www.awmf.org
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – Informationen zu Brustimplantaten: www.bfarm.de
Herstellerinformationen zu genannten Verfahren
Wissenschaftliche Grundlagen & Referenzstudien
- Tebbetts, J. B. (2001): Dual plane breast augmentation: optimizing implant-soft-tissue relationships in a wide range of breast types. Plastic and Reconstructive Surgery, 107(5), 1255–1272. (Grundlagenarbeit zur Dual-Plane-Technik).
- Tebbetts, J. B., & Adams, W. P. (2005): Five critical decisions in breast augmentation using five measurements in 5 minutes: the High Five system. Plastic and Reconstructive Surgery, 116(7), 2005–2016. (Standard zur präoperativen Planung und Gewebeabdeckung).
- Spear, S. L., & Carter, M. E. (2006): A comparison of subglandular, subpectoral, and dual-plane subpectoral breast augmentation. Clinics in Plastic Surgery, 33(2), 247–251.
Behörden, Zertifizierung & Produktsicherheit
- BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Sicherheitsanforderungen, Register und Konformitätsbewertungen (CE-Kennzeichnung) für Silikongel-Brustimplantate.
- MDR (Medical Device Regulation / EU-Verordnung 2017/745): Europäische Regularien für Medizinprodukte der Klasse III (Brustimplantate).
- Establishment Labs / Motiva: Klinische Dokumentation und Sicherheitsdaten zu Mia® Femtech und minimalinvasiven Preservé™-Technologien.