Gib hier deine Überschrift einMehr Schönheitsoperationen durch Instagram?

Die ständige Selbstdarstellung und das Streben nach dem perfekten Selfie verändern die Welt der ästhetischen Medizin spürbar. Ein Videobericht des Formats reporter beleuchtet den wachsenden Einfluss von Social Media auf den Trend zu Schönheitsoperationen und minimalinvasiven Eingriffen sowie die damit verbundenen rechtlichen und gesundheitlichen Fragestellungen.

Philipp Wortmann von reporter #funk hat hierzu Dr. Alexander P. Hilpert (Vorstandsmitglied der DGÄPC) in seiner Praxis in Düsseldorf besucht und interviewt: 

Der „Instagram-Effekt“: Patienten werden immer jünger

  • Vertreter der Fachgesellschaften beobachten in der Praxis einen klaren Trend: Die Patientinnen und Patienten für ästhetische Eingriffe werden im Durchschnitt immer jünger [01:32].
  • Durch die tägliche Konfrontation mit dem eigenen Spiegelbild auf Plattformen wie Instagram oder WhatsApp sowie durch den Einsatz von Filtern steigt die kritische Selbstwahrnehmung [01:45
  • Immer häufiger bringen junge Menschen direkt bearbeitete Fotos oder Profile von Social-Media-Plattformen mit in die Beratung, um zu zeigen, wie sie gerne aussehen möchten [01:55]
  • Eine zitierte Untersuchung belegt zudem, dass sich rund 15 Prozent der Befragten für einen Eingriff entscheiden, weil ihnen bestimmte Details auf ihren eigenen Selfies missfallen [00:38].

Medizinische Risiken werden oft unterschätzt

Im Fokus vieler Social-Media-Kanäle stehen scheinbar unkomplizierte Behandlungen wie das sogenannte „Vampir-Lift“ oder Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Botox [02:16]. 

Der Bericht erinnert jedoch eindringlich an die medizinischen Risiken, die selbst bei minimalinvasiven Behandlungen bestehen. Dazu gehören:

  • Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen [02:38]
  • Blutergüsse und Schwellungen
  • Im schlimmsten Fall Erblindung oder Gewebenekrosen (Absterben von Haut- und Gewebepartien, z. B. am Nasenrücken), wenn Füllmaterialien versehentlich in Blutbahnen injiziert werden [02:44].

Eine umfassende und fachgerechte medizinische Aufklärung ist daher vor jedem Eingriff unerlässlich [02:57].

Die rechtliche Grauzone: Vorher-Nachher-Bilder im Netz

Besonders umstritten ist die Art und Weise, wie einige Behandler auf Instagram um Kunden werben. Der Bericht thematisiert den schmalen Grat zwischen Patienteninformation und unzulässiger Werbung:

  • Das Heilmittelwerbegesetz (HWG): Grundsätzlich ist die werbliche Darstellung von Vorher-Nachher-Bildern bei rein ästhetisch indizierten operativen Eingriffen in Deutschland gesetzlich verboten [03:43].

  • Die Grauzone bei Unterspritzungen: Bei minimalinvasiven Verfahren wie Hyaluron- oder Botox-Behandlungen bewegen sich Behandler in einer rechtlichen Unschärfe [10:14]. Während einige Medizinrechtler solche Bilddarstellungen für höchst bedenklich und abmahnfähig halten, stufen manche Ärztekammern rein injizierende Verfahren mangels klarer gesetzlicher Verbote als tolerierbar ein [11:18].

  • Reaktion der Plattformen: Social-Media-Plattformen wie Instagram reagieren zunehmend restriktiver auf Meldungen und sperren Accounts, die gegen die internen Werberingrichtlinien zu Schönheits-OPs verstoßen, zeitweise oder dauerhaft [04:25].

Fazit

Der Bericht macht deutlich, dass Social Media maßgeblich dazu beiträgt, Hemmschwellen vor ästhetischen Eingriffen abzubauen und Wünsche nach optischer Optimierung zu verstärken [12:11].

Für Verbraucher und Patienten unterstreicht dies die Notwendigkeit, Angebote im Netz kritisch zu hinterfragen, sich nicht von perfekt inszenierten Feeds blenden zu lassen und ausschließlich auf die Expertise qualifizierter Fachärzte sowie eine seriöse Beratung zu vertrauen. Bei Fragen zu sicheren Behandlungsmethoden und seriöser Aufklärung stehen Einrichtungen wie die Kaiserberg Kosmetik als kompetente Ansprechpartner zur Seite.

Unser Autoren-Team:

Bild von Walter Maar
Walter Maar

Der Artikel wurde in Kooperation mit unserem Fachärzte-Team erstellt. Informationen zu unseren Mindestvoraussetzungen

Weitere Beiträge in unserem Magazin: