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Lipödem behandeln / Entfernen einer Fettverteilungsstörung

Ein Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung. Die Krankheit tritt überwiegend bei Frauen auf. Betroffene Frauen erhalten Sie oftmals aufgrund der Optik verwunderte Blicke der Mitmenschen oder Aussagen, dass sie ihre Ernährung und Bewegen anpassen sollten. Allerdings hilft dies im fortgeschrittenen Stadium selten. Vielen Menschen ist die wahre Ursache unbekannt. Erfahren Sie mehr über die Erkrankung und über die Lipödem-Behandlung

Lipödem

Neben den oftmals starken Schmerzen führt die krankhafte Veränderung auch bei vielen Patientinnen zu einer psychischen Belastung. Häufig auftretende blaue Flecken, geschwollene Beine oder Arme, etc. sind typische Symptome.

Die Fettverteilungsstörung tritt oftmals in folgenden Bereichen auf:

  • Oberschenkel
  • Hüftbereich
  • Unterschenkel
  • Beine
  • Innenseite der Kniegelenke und die Oberarme

Wir werden oft gefragt, ob man ein Lipödem durch einen operativen Eingriff wie zum Beispiel einer Liposuktion behandeln oder entfernen kann. Wir können Ihnen weiter helfen. Beseitigen können wir die Problematik zwar nicht - allerdings können wir die Beeinträchtigungen und auftretenden Probleme bzw. Schmerzen in vielen Fällen reduzieren.


Grunsätzliches zur Erkrankung

Ein Lipödem ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung. Sie kennzeichnet sich durch eine Fettgewebsvermehrung und Fettgewebsverteilungsstörung, vor allem an den Extremitäten. Vor allem Frauen sind davon betroffen.

Betroffen ist das Unterhautfettgewebe, meist der Oberschenkelregionen, der Unterschenkel oder auch der Arme. Die genauen Entstehungsvorgänge der Erkrankung sind nicht komplett geklärt. Das Krankheitsbild ist in den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Phleobologie ausführlich dargestellt und wissenschaftlich begründet. Das Krankheitsbild bewirkt zudem oftmals eine Ausgrenzung, da es oftmals fälschlicherweise auch mit Adipositas (Fettleibigkeit) in Zusammenhang gebracht wird.

Grundsätzlich wird zwischen Lipödem und Lymphödem unterschieden

Diese Krankheitsbilder unterscheiden sich voneinander und haben unterschiedliche Therapieansätze.

Lipödem

Grundsätzlich lässt sich der Krankheitsverlauf in Ausprägungsstadien einteilen (Stadium 1, 2 und 3) - manchmal bleibt sie aber jahrelang nicht richtig diagnostiziert. Lipödeme entstehen durch zu viel Fettgewebe, welches sich vermutlich durch eine genetische, familiäre Vorbelastung oder auch durch hormonelle Faktoren begründen.

Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine Störung der Funktion der Lymphbahnen, dies kann durch andere Erkrankungen, Operationen etc. hervorgerufen werden. Eine Lipohypertrophie (Lymphödem) ist eine Störung der Fettgewebsverteilung, die meist an den seitlichen Oberschenkeln (sogenannte Reithosen) oder auch an anderen Lokalisationen des Körpers auftritt. Sie ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie das Lipödem. Auch Erkrankungen der Blutgefäße wie z.B. Krampfadern können ähnliche Symptome eines Lipödemes verursachen.


Ursache und wer diagnostiziert die Erkrankung?

Die Ursache für der Erkrankung ist genbedingt - es wird vermutet, dass es auch hormonell beeinflusst wird. Es tritt meist in der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie unter einem Lipödem leiden, dann sollten Sie bei einem Angiologen, Hautarzt oder einem Phlebologen einen Termin vereinbaren. Diese können die Diagnose für die Krankheit erstellen. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung, ob sich der betreffende Arzt auch mit Lipödem auskennt und ob auch die Diagnose erstellt werden kann.

Der Facharzt für Plastische Chirurgie ist für die chirurgische Behandlung bzw. Operation zuständig oder wenn die konservativen Maßnahmen nicht weiter helfen.


Symptome für ein Lipödem

Es können unterschiedliche Symptome bzw. Beschwerden auftreten:

  • Druckschmerz in den betroffenen Regionen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Organgenhaut bzw. Cellulite
  • angeschwollene Beine - besonders beim Sitzen oder Stehen
  • Neigung zu Hämatomen (Blutergüsse) in den betreffenden Bereichen
  • Verhärtung des Unterhautfettgewebes
  • Schweregefühl in den betroffenen Bereichen

Verschiedene Stadien und Ausprägungen

Nach der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie wird zischem folgenden Stadien der Fettverteilungsstörung unterschieden:

  • Stadium I: feinknotige Fettstruktur, glatte Hautoberfläche (= Cellulite)
  • Stadium II: unebene Hautoberfläche mit Dellen, grobe Fettstruktur
  • Stadium III: große, deformierende Hautlappen bzw. Fettlappen, Gewebe zusätzlich härter

Zudem wird unter folgenden Schweregraden differenziert

Ein Lipödem bzw. eine Fettverteilungsstörung wird in folgende unterschiedliche Bereiche aufgeteilt:

  • Bereich von Gesäß und Hüfte
  • Hüfte bis Kniebereich inkl. Fettlappenbildung im Innenseitenbereich
  • Hüfte bis zu den Knöcheln
  • Arme bis zum Handgelenk und Beine bis zu den Knöcheln
  • Arme inkl. Wassereinlagerungen in Handrücken und Fingern
  • Beine und Füße inklusive Wassereinlagerungen

Lipödem in Bildern - wie sehen betroffene Patienten aus?

Bilder von betroffenen Patienten finden Sie unter:

Fotoserie Lipödem


Wie kann ein Lipödem behandelt werden?

Eine konservative Therapie ist nach der Diagnoseerstellung ist oftmals die Verschreibung einer Lymphdrainage mit anschließender Kompressionsversorgung (auch als physikalische Entstauungstherapie bezeichnet).

Eine weitere Methode der Behandlung ist die Liposuktion bzw. Fettabsaugung. Bei dem operativen chirurgischen Eingriff können die betreffenden, krankhaften Körperfettstellen bzw. das entsprechende Fettgewebe / Fettzellen durch eine Kanüle dauerhaft entfernt werden. Die Krankheit selbst wird dadurch zwar nicht geheilt - aber auftretende Beschwerden bzw. Schmerzen können oftmals durch die Entfernung der entsprechenden Fettzellen bzw. Gewebes gelindert werden. Zudem können die auftretenden Schwellungen reduziert werden.


Wodurch unterscheidet sich die Behandlung von einer "normalen Fettabsaugung / Liposuktion"?

Im Vergleich zu einer konventionellen Fettabsaugung gibt es einige Besonderheiten:

  • Beim Lipödem handelt es sich überwiegend um weiches Fettgewebe, welches sich hervorragend absaugen lässt. Somit können insbesondere mit Hilfe der wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung große Mengen gewonnen werden bei nur geringem Blutverlust
  • Eine längere Schonungsphase im Vergleich zu einer Standard-Fettabsaugung ist einzukalkulieren
  • Eine längere Kompression mittels Miederware ist notwendig
  • Es kann ein deutlicher Hautüberschuss verbleiben wenn große Mengen abgesaugt werden. Dieses kann mit der Notwendigkeit einer Straffungsoperation einhergehen (z. B. Bauchdeckenstraffung, Oberschenkelstraffung, Armstraffung)
  • Eine stärkere postoperative Schwellungsneigung sollte insbesondere wegen der hohen Absaugmengen berücksichtigt werden

Mehr Informationen zur Operation finden Sie unter:

Liposuktion


Wie ist der Ablauf bis zur operativen Therapie?

Vor der Entscheidung für die Durchführung einer Operation ist eine Aufklärung und eine Voruntersuchung notwendig. Unsere erfahrenen Plastischen Chirurgen stellen bei der Voruntersuchung die für Sie passende Methode fest.

Wir erklären Ihnen die Unterschiede der einzelnen Methoden und deren entsprechende Vor- und Nachteile. Zudem erfahren Sie alles über Ihre individuellen Risiken des Eingriffes. Durch das individuelle Gespräch und eine entsprechende Voruntersuchung kann der genaue Behandlungsumfang festgestellt werden. Anhand von Vorher-Nachher-Bildern lernen Sie auch mögliche Operationsergebnisse entsprechend kennen.


Vorher-Nachher-Bilder einer Lipödem-Behandlung

Die Veröffentlichung von Vorher-Nachher-Bildern ist seit 2006 durch das Heilmittelwerbegesetz untersagt. Bei Ihrer Voruntersuchung zeigen wir Ihnen Vorher- / Nachher-Bilder von ähnlichen Patienten, so dass Sie einen Eindruck von der Behandlung, dem Behandlungsverlauf und vom möglich Ergebnis der Behandlung von Ihrem Lipödem erhalten.


Wer trägt die Kosten für die Behandlung bzw. Therapie?

Konservative Therapie

Die Kosten für konservative Maßnahmen wie z. B. Kompressionstherapie, manuelle Lymphdrainage, Bewegungstherapie etc. werden in der Regel von den Krankenkassen getragen.

Operative Therapie

Die Kosten für operative Therapie müssen in den meisten Fällen durch den Patienten selbst getragen werden. Da die Kosten immer von Ihren persönlichen Voraussetzungen und dem gewünschten Zielergebnis abhängig sind, können die genauen Kosten immer erst nach der Voruntersuchung genannt werden.

Besteht eine medizinisch indizierte Fettabsaugung, so können die Kosten durch die Krankenkasse übernommen werden. Dies wird immer von der Krankenkasse in Verbindung mit den medizinischen Diensten (MDK) festgestellt. Wenn die Kosten der Krankenkasse übernommen werden sollen, so benötigen Sie eine schriftliche Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse. Eine pauschale Übernahmepflicht der Krankenkasse besteht nicht - vielmehr ist die Kostenüberhme aktuell eine Einzelfallentscheidungung der gesetzlichen Krankenversicherung. Siehe auch folgenden Artikel:

Liposuktion bei Lipödem weiter keine Kassenleistung

Update vom 14.01.19 zum Thema Kostenübernahme durch die Krankenkasse:

Der Bundesgesundheitsminister sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er will nicht länger auf eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur sogenannten „Liposuktion zur Behandlung des Lipödems“ warten. Im G-BA sitzen Vertreter von Medizin und Krankenkassen, die darüber befinden, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen müssen. „Bis zu drei Millionen Frauen leiden täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen“, so Spahn. Den Betroffenen solle nun „schnell und unbürokratisch“ geholfen werden. Genaues ist allerdins Stand heute noch nicht beschlossen. Zum Artikel der Welt Span will Fettabsaugungen zur Kassenleistung machen

Update vom 25.01.19 zum Thema Kostenübernahme durch die Krankenkasse:

Die Liposuktion bei Lipödem soll für Patientinnen im Stadium drei ab dem 1. Januar 2020 zunächst befristet bis 2024 zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden können. Mit diesem Vorschlag hat sich Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), heute an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewendet. Der Brief liegt dem Deutschen Ärzteblatt (DÄ) vor.

Zum Artikel vom Ärzteblatt: G-BA bietet Liposuktion bei Lipödem als befristete Kassenleistung an


Qualifikation und Erfahrung unserer Fachärzte

Umfangreiche Erfahrung, fachliche Qualifikation und die größtmöglichste Sorgfalt des behandelnden Facharztes und hochwertige, sichere Operationsräume sind die Grundlagen für eine erfolgreiche und sichere Behandlung. Bei uns wird die Fettabsaugung nur durch erfahrene Fachärzte für Plastische Chirurgie durchgeführt, welche unsere hohen Mindestanforderungen erfüllen und umfangreiche Erfahrung besitzen (z. B. jahrelange Erfahrung im Bereich der Ästhetischen Plastischen Chirurgie, hohe Sicherheitsstandarts, regelmäßige Weiterbildung, etc.), da Ihre Sicherheit bei uns im Vordergrund steht.

Flyer Info-Flyer zur Fettabsaugung

Beratung & Information zur operativen Therapie eines Lipödems vom Facharzt

Sie haben weitere Fragen oder wollen mehr über Ihre operative und chirurgische Behandlung erfahren? Terminvereinbarung und weitere Informationen vom erfahrenen Plastisch-Ästhetischen Chirurgen:

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Montag bis Donnerstag 8 Uhr 30 bis 20 Uhr 30
Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr

Wir stehen unseren Lipödem-Patientinnen nach Ihrer Behandlung bzw. Operation rund um die Uhr unter unserem Notfalltelefon zur Verfügung. Diese Rufnummer erhalten unsere Patienten bei der Behandlung.

Eingriffe und Behandlungen in der Ästhetischen Plastischen Chirurgie für Arm, Bauch, Beine, Po & Intim

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Allgemeiner Hinweis:

Wir können auf unserer Internetseite nur allgemeine Hinweise zu Ihrer Behandlung bzw. Schönheitsoperation geben. Unser Bestreben ist, so umfangreich wie möglich zu informieren. Eine individuelle und zuverlässige Aussage / Diagnose / Therapieempfehlung kann nur nach einer Untersuchung durch einen Facharzt getroffen werden. Ärztliche Leistungen werden gemaß Heilmittelwerbegesetz anhand der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet.

Unsere Quellen und Autoren:

Die fachlichen Inhalte wurden durch unser Fachärzteteam erstellt und auf dem aktuellen Stand gehalten. Weitere Quellen sind die Fachgesellschaften bzw. Fachvereinigungen im Bereich der Ästhetischen Plastischen Chirurgie

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