Erfahrungsbericht Facelifting

  • Hallo,


    Anfang des Jahres habe ich versucht mich über ein Facelift zu informieren. Die medizinische Seite wird auch oft gut erklärt, aber Erfahrungsberichte findet man - im Vergleich zu anderen Operationen - wenig. Hier nun meine Erfahrungen mit meinem Facelift bei Dr. Scholz und Dr. Alamuti[/url].
    Was mich an meinem Gesicht gestört hat (Alter 53), waren die üblichen Hängebacken und das Doppelkinn. Das hat mri Dr. Scholz auch im BG bestätigt, natürlich "nett verpackt" Naja, richtig extrem war es noch nicht. Meine Oberlider hat er gelobt (irgendetwas Gutes muss man ja haben). Er meinte sogar, dass sie aussehen, als wären sie schon operiert - Stolz an-
    sie sind aber original Baujahr 1954 - Stolz aus. Vielleicht hat er während der OP mal nachgesehen - nee war ein Scherz. Nach dem BG, bei dem mich Dr. Scholz über die Risiken informiert hat, habe ich mich, nach einer kurzen Bedenkzeit, für die OP entschieden.
    Am 24. Mai 2007 bin ich dann - mit leicht erhöhten Blutdruck - um 7.30 Uhr angereten zur OP. Kurze Zeit später kam Dr. Löwenstein der Anästhesist. Er hat mir nochmal den gesamten Ablauf der Narkose erläutert. Anschließend zeichnete Dr. Scholz die vorgesehene Schnittführung an. Das schicke OP-Hemdchen lag schon bereit und die Thrombosestrümpfe waren (zum Glück bei der Hitze) nur Kniestrümpfe. Dann ging es ab in den OP. Dr. Löwenstein leistete ganze Arbeit, ruck zuck war ich weg und bin mittags wieder wachgeworden. Irgandwann verabschiedete sich Dr. Löwenstein (danke, vor allem dafür, dass ich nach der Narkose keinerlei Probleme hatte) und ich kam wieder in mein Zimmer.
    Wie das bei Frauen so ist, musste ich gleich mal ins Bad. Als ich mein Spiegelbild sah, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Mein Kopf sah aus wie eine Birne. Wangen und Kinn dick gepolstert, einen Rundumkopfverband und als "Stiel" guckten oben die Haare raus - super. Ich sah mich schon am nächsten Tag so im Auto sitzen - auweia - Da ich aber noch nicht so richtig fit war, hat mich das nicht weiter beschäftigt. Ich ging wieder ins Bett und habe den restlichen Tag ferngesehen.
    Leider war ich die letzte Vollnarkose vor der Pfingstpause und damit völlig allein auf der Station. Einerseits fand ich das toll, denn die wirklich sehr lieben Schwestern hatten auch mal Zeit mit mir zu plaudern. Ich fühlte mich super betreut. Mein Wasserverbrauch von 7 Litern in 1 Tag wird wohl in die Geschichte der Station eingehen.
    Andererseits hatte ich darauf gehofft ein paar andere "Opfer" der beiden Operateure kennenzulernen und deren Ergebnisse zu bewundern - schade -.
    Abends kamen Dr. Scholz und Dr. Alamuti[/url] nochmal kurz vorbei.
    Am nächsten Tag wurde der Verband entfernt - Jubel - doch nicht so ins Auto. Natürlich war das Gesicht geschwollen, aber man konnte schon sehen, dass ich wieder eine schöne "Kinnlinie" hatte. Also wer mich nicht kennt, hätte von der OP nichts bemerkt, die Mimik war etwas steif, die genannten Schwellungen aber keine Blutergüsse.
    Dr. Scholz meinte, dass ich übermorgen wieder mit meinem Mann essengehen
    könnte. Leider habe ich vergessen ihn zu fragen, wer den besten Pudding in der Stadt serviert, denn essen und zähneputzen sind so ca. 1 Woche nach der OP keine Freude. Hat auch seine Vorteile, ich habe 2 Kilo abgenommen. Am Nachmittag kamen dann zwei nette OP-Schwestern zu Inspektion. Ihr Urteil war mir wichtig, denn sie sehen schließlich viel - und die Daumen zeigten nach oben.
    Fazit: Zwei Wochen nach der Op kann ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Ich habe ein sehr schönes Ergebnis, mit dem ich wirklich zufrieden bin, vor allem nachdem ich die Vorher- Bilder nochmal gesehen habe.
    Natürlich hatte ich anfangs auch Ängste und Zweifel. Es ist schließlich ein Eingriff im Gesicht, das man nicht - wenn etwas schiefgeht - hinter Kleidung verstecken kann. Zum Glück ging alles gut und ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich bei Herrn Dr. Scholz und Herrn Dr. Alamuti für ihre hervorragende Arbeit bedanken. Das gilt natürlich auch für alle anderen Beteiligten, die mich vor, während und nach der OP so super betreut haben.


    Alles Gute und liebe Grüße
    oma

  • Ein sehr guter Bericht. Vielen Dank erstmal. Du sprichst aber auch ein Thema an, was mich auch sehr verunsichert: Was ist denn wenn wirklich etwas schief geht und ich nachher entstellt bin. Was ist denn zu empfehlen um das Risiko möglichst gering zu halten?

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