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Brustverkleinerung - Hilfe bei Krankenkasse

  • malinibieni
  • 15. März 2026 um 19:13

Übersicht Behandlungen / OPs ❘ Fachärzte ❘ Infos ❘ Suche ❘ Fachgesellschaften

  • malinibieni
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    • 15. März 2026 um 19:13
    • #1

    Hallo ihr Lieben, <3

    ich plane gerade den „Ärzte-Marathon“, um bei meiner Krankenkasse (TK) einen Antrag auf Brustverkleinerung einzureichen. Ich habe allerdings ein paar Fragen zum Thema Gewicht/BMI und würde mich über eure Erfahrungen freuen.

    Zu meiner Situation: Ich bin 1,65 m groß und wiege aktuell ca. 78 kg (BMI ca. 28-29). Ich habe vor ca. 4 Jahren meine Ernährung radikal umgestellt, nachdem bei mir Lipödem (Stadium 2) diagnostiziert wurde. Seitdem habe ich an die 18 kg abgenommen und halte dieses Gewicht seit Jahren eisern. Meine Körbchengröße ist 80H

    Das Problem: Trotz regelmäßigem Training im Fitnessstudio und viel Wandern (trotz Schmerzen!) bewege ich mich nicht mehr von der Stelle und bleibe zwischen 75 - 79 kg. Laut Messungen im Studio habe ich eine überdurchschnittliche Muskelmasse, was den BMI natürlich nach oben zieht. Weiter runter komme ich aber irgendwie mit dem Gewicht einfach nicht, was wahrscheinlich auch am Lipödem liegt... :(

    Meine Sorgen: Ich habe Angst, dass die Krankenkasse den Antrag wegen des BMIs sofort ablehnt, obwohl die Brust bei meinem Körperbau einfach viel zu groß und schwer ist und die Rückenprobleme massiv sind und nun zusätzlich Kopfschmerzen sowie Kieferschmerzen hinzukamen.

    • Hat jemand von euch den Antrag mit einem ähnlichen BMI (um die 28/29) durchbekommen?
    • Wurde bei euch die Muskelmasse bzw. die Körperzusammensetzung berücksichtigt, statt nur auf die Waage zu schauen?

    Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht oder Tipps für die ärztlichen Atteste!

    Danke euch!

    Einmal editiert, zuletzt von malinibieni (15. März 2026 um 19:22)

  • Inibini86
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    • 17. März 2026 um 08:06
    • #2

    Huhu, ich bin auch bei dieser Kasse.

    Ich würde empfehlen explizit in deinem Anschreiben an die Kasse auf diese Dinge hinzuweisen.

    Alles was du hast, erwähnen, Bilder zufügen, Atteste und dranbleiben. Mich wollte man immer wieder vertrösten, bin hartnäckig geblieben.

    Hatte auch 80 G-H


    Ich drücke die Daumen.

  • malinibieni
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    • 17. März 2026 um 15:40
    • #3

    Danke dir Inibini86!
    Darf ich fragen, gab es hinsichtlich BMI o.ä. bei dir Probleme, oder Forderungen?

    Hab nun bei diversen Ärzten Termine gemacht und eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen für den Fall der Fälle.

  • Inibini86
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    • 17. März 2026 um 16:12
    • #4

    Mein Gewichtsverlauf wurde dokumentiert ja, da ich 40 kilo abgenommen habe ohne hilfe und das auch halte.

    Ich wurde gefragt was ich an sport mache und wieso das alles so kam. Der medizinische Dienst sprach sich aus medizinischen Gründen für meine op aus.

    Die Krankenkasse wollte trotz Begutachtung und Empfehlung erst nicht bewilligen, da musste ich hart bleiben und hab so lange Druck gemacht bis sie innerhalb std plötzlich meinen Antrag bewilligt haben.

    Du solltest aussagekräftige atteste haben und definitiv auch einen Brief von plastischen, den benötigst du für die Beantragung sowieso

  • Alpe007
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    • 14. April 2026 um 08:39
    • #5

    Frage: Welche Befunde werden benötigt.
    Ich strebe eine Brustverkleinerung an und war schon bei zwei plastischen Chirurgen, die sich ja alle nie einig sind.
    Ich bin bei der Beihilfe und zusätzlich privat versichert. Meine Krankenversicherung hat der Kostenübernahme schon zugestimmt. Nur leider zahlen die nur 30% der Kosten.
    Die Beihilfe will nicht zahlen, der Arzt erwartet alle möglichen Befunde. Natürlich gehe ich gern zum Orthopäden und lass mir meine Skoliose, in sündhaft teurer, Untersuchungen befunden. Auch den Rundrücken lasse ich mir gerne befunden und wenn es die Beihilfe will, dann gehe ich jetzt wöchentlich zum Physiotherapeuten!
    Der Gutachter bemängelte auch, dass ich kein Intertrigo unter der Brust habe - ich würde sagen, das liegt an einer guten Pflege. Deshalb trage ich jetzt nachts keinen BH mehr, damit Haut auf Haut zu liegen kommt und im Sommer sich auch ein Intertrigo ausbilden kann.
    Ich bin noch ein wenig hilflos, was ich dem Orthopäden sagen soll, worauf er achten muss!
    Ich habe deutlich sichtbare Schnürfurchen und der Sport-BH wird für mich auch langsam zur Qual, ich entwickel schon einen Stiernacken. Aber andere BHS kann ich nicht wirklich tragen-meine Brüste sind einfach zu schwer!
    Ich möchte jetzt nicht zu weiteren Ärzten laufen und jeder schreibt was anderes auf.
    Was muss ich bei den Ärzten anfordern! Oder hat jemand Erfahrung mit Gutachtern in Berlin?

  • malinibieni
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    • 22. Mai 2026 um 14:27
    • #6

    Grüß dich @Alpe007!

    Ich kann dir zwar das alles nicht wirklich beantworten, da ich ebenso noch mitten im Ärztemarathon stecke und am "sammeln" bin. Aber zumindest kann ich dir etwas von meiner aktuellen Laufbahn mitteilen: Heute war mein erster Termin beim Orthopäden hinsichtlich der Rückenprobleme. Habe ca. zwei Monate auf den Termin gewartet, aber es hieße, der Arzt sei gut. Und ich muss bestätigen bin sehr zufrieden aus diesem Termin raus: Habe eine Fachärztliche orthopädische Bescheinigung erhalten in der er u.a. schreibt, dass es trotz regelmäßigem und entsprechendem Training bei mir zu einer "stetigen Beschwerdeprogression kommt und ich bestehende chronische Schmerzen der gesamten Wirbelsäule v.a. im Bereich der HWS und BWS habe aufgrund übergroßer sehr schwerer Brüste" und "aus diesem Grund eine Mammareduktionsplastik aus orthopädischer Sicht zu befürworten ist". Dann hat er mir den Tipp gegeben für das weitere Gutachten und genauere Beurteilung mich bei unserer Uniklinik zu melden. Der Arzt sagte ebenso, wenn es Schwierigkeiten geben sollte oder es Neuigkeiten gibt, kann ich mich immer gern an ihn wenden - ich denke also ehrlich gesagt, es kommt auch sehr auf das "Glück" mit dem Arzt an. Ich habe nun noch KG verschrieben bekommen und mache fleißig weiter Physio während ich auf den weiteren Termin bei der Uni Klinik warte.
    Hingegen mit dem Hautarzt habe ich hier in meiner Gegend irgendwie Pech - ich finde seit Monaten wirklich keinen einzigen der auch nur in ferner Zukunft einen Termin geben will... ich schwitze zwar stark unter den Brüsten und hatte mal hin und wieder Ausschlag, aber auch nie so krass, dass ich es nicht selbst in den Griff bekommen habe.

    Verstehe deine Frustration: ich hatte vor vielen Jahren schonmal einen Anlauf gestartet, aber hatte dann doch nicht die Nerven durchzuhalten mit den Ärzten und Gutachten etc.. Mittlerweile ist bei mir der Punkt erreicht, bei dem ich nicht mehr weiter so kann und will - habe mir vor 3 Monaten eine passende Rechtsschutzversicherung angeschafft für den Notfall, dass die KV oder andere Stress machen und versuche nun einfach immer weiter Termine anzufragen bei "guten" Ärzten bzw. welche man mir so empfiehlt. Wie es am Ende ausgeht - weiß ich auch noch nicht.
    Ein Tipp der tatsächlich aber wertvoll für dich sein könnte:
    Ich hatte damals in einigen Foren gelesen, dass es wichtig ist, für die Arzttermine einen perfekt passenden BH anzuziehen (also keinen Sport BH oder falsch abgemessenen BH o.ä.). Das zeigt, dass man sich auch bereits darum gekümmert hat und trotz "richtigem" BH weiterhin die Probleme hat. Desto mehr man also zeigt, dass man sich schon um viele andere Lösungen bemüht hat, desto eher gehen denen die Argumente aus. Mein Orthopäde hatte heute ebenso bei der Beurteilung geschaut, dass ich einen "ordentlichen" und "gut sitzenden" BH trage und hatte dies dann bestätigt. Hatte somit das Gefühl, dass dies auch irgendwie geholfen hatte. Ich war übrigens in einer ziemlich großen Praxis mit einem großen Orthopäden-Team, zu denen bekanntermaßen viele Sportler gerne gehen und die (wie es mir schien) solche Fälle vielleicht auch öfter sehen und daher besser und gezielter beurteilen können. Ich musste dem Arzt gar nicht viel sagen, außer, dass ich denke, dass ich aufgrund der großen Brust diese Probleme habe und ab da an wurde ich sehr gezielt untersucht und der Arzt schrieb mir die Bescheinigung dann von alleine.

    Grundsätzlich hatte ich bisher in den meisten Foren stets diese Empfehlungen gelesen: erst Orthopäde aufsuchen (evtl. vorher noch Hausarzt wg. Überweisung und erster Problemschilderung), dann Gyn, dann Chirurg bzw. ggf. zwei und Hautarzt irgendwo dazwischen. Psychologisches Gutachten sollte man eher weglassen, da dies eher nach hinten losgehen könnte. Vor dem Antrag an die KV am besten ca. halbes Jahr lang Krankengymnastik bzw. Physio und Sport nachweisen und passende BH's tragen bzw. sich professionell beraten lassen, Brüste vorher ausmessen lassen etc.


    Auf jeden Fall wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Kraft! Ich hoffe es

  • Alpe007
    Anfänger
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    • 22. Mai 2026 um 16:30
    • #7

    Hallo @malinibieni!

    Vielen Dank für Deine ausführlichen Tipps. Das sind die ersten brauchbaren, die ich bekommen habe.

    Ich war schon bei zwei plastischen Chirurginnen, die leider unterschiedliche Befunde erhoben haben. Insbesondere die zweite war eher mäßig, sie hat als Entnahmemenge nur 400 g angegeben, obwohl ich ihr sagte, dass die Kostenträger meist mindestens 500 g fordern. Außerdem hat sie die ungleichen Brüste nicht diagnostiziert - aber dort wollte ich eh nicht hin!

    Mein Problem war oder ist, dass es einfach nirgendwo genauere Angaben gibt. Ich kenne eine Frau, die hat vor Jahren eine Mammareduktion bezahlt bekommen. Sie musste zu einem Gutachter des Medizinischen Dienstes und der hat wohl einfach nur das Gewicht bestimmt. Es ging dann ganz schnell. Ich habe die Dame schon vor langer Zeit nach dem Namen des Gutachters gefragt - ich hätte mich dort einfach angemeldet. Sie konnte sich angeblich an den Namen nicht mehr erinnern.

    Mein Osteopath hat mir jetzt eine spezielle Wirbelsäulenpraxis empfohlen, da die Beihilfe lauter WS-Befunde haben will. Meine Krankenversicherung hat schon zugestimmt - keine Ahnung, warum das bei denen jetzt so schnell ging! Ich werde bei den Orthopäden alle Befunde anfordern, die die Beihilfe haben will.

    Bezüglich Wundsein bzw. Intertrigo - das hatte ich vor ein paar Jahren mal ganz leicht. Das habe ich auch alles wieder hingekriegt, seitdem habe ich aber auch nachts einen ganz leichten BH getragen, damit in keinem Falle Haut auf Haut liegt. Damit habe ich jetzt wieder aufgehört. Der Gutachter der Beihilfe hat bemängelt, dass ich ja nicht mal Intertrigo habe! Das kann er haben!

    Auch ich habe mir überlegt, mir einen Super-BH zu kaufen. Einen mit ganz vielen Metallteilen drin - ich reagiere nämlich allergisch auf diese Stäbchen und was es da alles so gibt. Habe mir einmal einen Schalen-BH gekauft. Schon in der ersten halben Stunde fing, ganz unbewusst, mit dem Kratzen und Scheuern an. Ich werde mir jetzt also solch ein Teil kaufen, den Kauf quittieren lassen und beim nächsten Hautarztbesuch alles präsentieren.
    Ich habe ziemliche Schmerzen in meinen Brüsten, sie sind wirklich extrem schwer! Habe mich jetzt ein wenig erkundigt und einen plastischen Chirurgen in Berlin aufgetan, der das Gewicht der Brüste recht genau bestimmen kann. Vielleicht melde ich mich dort noch an und argumentiere dann mit dem Gewicht!

    Ich finde es einfach ziemlich schlimm, dass man so wenig Hilfe auf der Suche nach den Argumenten bekommt. Ich frage überall und kriege immer nur Gegenfragen.

    Und es gibt keine Leitlinie für diese Operationen - sonst wäre alles sehr viel leichter!

    Bin mal gespannt, aber ich möchte im Herbst operiert werden! Vielleicht kriege ich es ja noch hin!

    Ich drücke Dir die Daumen und vielen Dank für Deine Hinweise!

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