Hallo,
ich (54 Jahre alt) habe vor meiner Abdominoplastik hier viel gelesen und möchte euch nun von meiner OP berichten. Ich habe mir extra vorgenommen, meinen positiven Bericht hier einzustellen, um anderen Patienten Mut zu machen!
Ich wurde Ende November 2025 in einer Klinik in der Mitte Deutschlands operiert (ich weiß nicht, ob ich den Namen der Klinik hier sagen darf). Ich hatte nach 65 kg Gewichtsabnahme (ohne vorherige Magen-OP, wiege jetzt 65 kg und habe mein Zielgewicht erreicht) eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Die behandelnde Klinik hatte mir ein ausführliches Gutachten mit Bildern erstellt und die Genehmigung erfolgte dann ohne weitere Begutachtung und ohne Widerspruch.
Die OP wurde in der Fleur-de-Lis-Technik durchgeführt, da ich doch einen recht großen Hautüberschuss hatte. Ich hatte eine Rektusdiastase von 1,8 cm, diese wurde aber nicht vernäht. Es wurde nur gestrafft, nichts abgesaugt.
Ich wurde nach der OP schmerzfrei wach, die Narben waren verklebt und ich hatte zwei Bauchgurte und 2 Drainagen und einen Blasenkatheder. Gegen die Schmerzen bekam ich Novalgin 3 x täglich 500 mg, muss aber sagen, ich hatte von Beginn an wirklich überhaupt keine Schmerzen. Ich fühlte mich sehr gut und war gut drauf. Ich musste 24 Stunden liegen, dann durfte ich das erste Mal aufstehen und auch im Flur herumlaufen, was sehr gut ging. Ich hätte mich auch schon voll aufrichten können, mir wurde aber gesagt, ich solle lieber noch etwas gebeugt gehen.
Man hatte mir 2,7 kg Haut entfernt.![]()
Essen gab es ab dem Abend nach der OP wieder ganz normal.
Ich wurde dann nach 3 Nächten im Krankenhaus mit einer Drainage, die noch etwas Wundwasser förderte, entlassen. Es war, entgegen meiner großen Ängste, kein Problem, mit der Drainage nach Hause zu fahren. Diese wurde dann 1 Woche nach der OP entfernt (das zog kurz, war aber aushaltbar). Autofahren habe ich mir nach einer Woche noch nicht zugetraut, aber dann nach 2 Wochen.
Viel gelaufen bin ich in den ersten beiden Wochen nicht, habe viel auf dem Sofa gelegen. Dann wurde es aber sehr schnell so gut, dass ich nach 3 Wochen schon wieder "fast fit" war. Ich war 4 Wochen krankgeschrieben.
Das Mieder von Lipoelastic (ich hatte 2, immer eines wurde gewaschen) konnte ich anziehen, nachdem die Drainagen raus waren. Ich empfand es als sehr angenehm, gut zu tragen. Habe es 6 Wochen Tag und Nacht getragen (konsequent) und dann noch 6 Wochen nur tagsüber.
Mein Bauch ist jetzt fast richtig flach, es ist einfach nur schöööön und ich bin sehr glücklich damit! Endlich mal Blusen in der Hose tragen ![]()
Ich hatte überhaupt keine Probleme mit Schwellungen oder Seromen. Davor hatte ich wirklich große Angst, nachdem ich hier so oft davon gelesen hatte. Die Wahrscheinlichkeit einer Wundheilungsstörung war bei mir sogar noch erhöht, da ich wegen meiner Rheumaerkrankung MTX nehmen musste (habe das MTX dann 3 Wochen vor der OP pausiert).
Alles ist gut verheilt, die Narbe ist halt noch rosarot, aber die OP ist ja jetzt auch erst 4 Monate her. Ich creme mit Bepanthen Narbengel. Ein Silikonpflaster hatte ich mir auch besorgt, aber damit kam ich nicht so zurecht. Klar, die Narbe ist groß...aber der Bauch vorher war auch nicht schön (ich hatte so eine richtige Rolle).
Ich habe vor der OP mein Vitamin- und Mineralspeicher etwas aufgebaut (Vitamin D, Zink) und nach der OP Arnica Globuli und ein Enzym-Präparat, sowie Zink und Kollagen eingenommen. Zudem habe ich auf Proteinreiche Ernährung geachtet.
Alles in allem: ich bin sehr froh, die OP gewagt zu haben und habe mir vorher viel zuviele Sorgen gemacht. Ich würde es wieder tun!!!
Ich wünsche all denen, die noch davor stehen, alles alles Gute und gutes Gelingen.![]()
Liebe Grüße
drillmama ![]()