Liposuktion bei Lipödem weiter keine Kassenleistung

Berlin 20.07.2017 – Liposuktion bei Lipödem wird bis auf Weiteres keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute entschieden. Der Grund: Das Gremium sieht zwar „das Potenzial als erforderliche Behandlungsalternative“. Für eine endgültige Entscheidung sei die Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse jedoch zu gering. Der G-BA entschied daher heute, die laufende Bewertung der Methode auszusetzen und eine Erprobungsstudie auf den Weg zu bringen, mit der offene Fragen beantwortet werden können.

Liposuktion Lipödem

Die Liposuktion (Fettabsaugung) bei Lipödem bietet nach Auffassung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) das Potenzial als erforderliche Behandlungsalternative. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob diese Operation künftig ambulant zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbracht werden kann, ist auf Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse jedoch noch nicht möglich. Der G‑BA hat am Donnerstag in Berlin wegen der problematischen Studienlage beschlossen, die laufende Bewertung der Methode auszusetzen und eine Studie zur Verbesserung der Erkenntnislage auf den Weg zu bringen. Mit Hilfe dieser Erprobungsstudie sollen die offenen Fragen beantwortet werden.

„Wir wissen um den Leidensdruck der Patientinnen und die großen Erwartungen, die mit der Anwendung der Liposuktion verbunden sind“, sagte Harald Deisler, unpartei­isches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung, in einer Mitteilung nach der G-BA-Plenumssitzung. Man habe bei der Aufnahme des Beratungsverfahrens die Hoffnung gehabt, gute wissenschaftliche Studien zum medi­zinischen Nutzen des Eingriffs für die Patientinnen zu finden. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Eine Erprobungsrichtlinie soll voraussichtlich im Januar 2018 beschlos­sen werden.

Das Lipödem ist eine chronische fortschreitende, schwer zu diagnostizierende Krankheit, von der fast ausschließlich Frauen betroffen sind. Zur Erkrankungshäufigkeit gibt es derzeit keine gesicherten Daten. In der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10 Code) ist das Lipödem – differenziert nach Stadien – erst seit Beginn dieses Jahres zu finden.

Gekennzeichnet ist das Lipödem, das umgangssprachlich auch als Reiterhosensyndrom bezeichnet wird, durch eine massive Fettverteilungsstörung. Dabei kommt es zu einer symmetrischen Unterhautfettvermehrung und der Bildung von Ödemen (Schwellung des Gewebes aufgrund von Flüssigkeitseinlagerung). Da die Ursache der Erkrankung bisher unbekannt ist, zielt die in der Regel lebenslang anzuwendende konservative Therapie wie Lymphdrainage, Kompression, Bewegungstherapie auf eine Linderung der Beschwerden ab. Die bestehende Fettvermehrung kann hiermit jedoch nicht beeinflusst werden. Die Liposuktion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das krankheitsbedingt vermehrte Fettgewebe entfernt wird. In der Regel müssen die Betroffenen für eine Behandlung mehrmals operiert werden.

Nach dieser Entscheidung bleibt die Liposuktion bei Lipödem keine Kassenleistung - eine Prüfung kann im Einzelfall durch die Krankenkasse erfolgen.

Pressemitteilung vom Gemeinsamen Budesausschuss


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