Paradontologie gegen Parodontitis vom Facharzt für ein gesundes Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist das Fundament der Mundgesundheit.

Zahnmedizin

Die Zähne sind und bleiben nur schön, wenn das umliegende Zahnfleisch auch gesund ist. Die bakterielle Erkrankung des Zahnfleisches heißt Parodontitis (umgangssprachlich und fälschlicherweise auch Parodontose genannt).

Paradontologie bedeutet übersetzt die "Lehre vom Zahnhalteapparat". Der Zahnhalteapparat besteht aus Zahnfleisch, Wurzelzement, Wurzelhaut mit kollagenen Fasern und dem Zahnfach. Eine der häufigsten Formen der Erkrankungen im Zahnhalteapparat ist die Parodontitis. Die Parodontitis (von griech.: „neben“ und  griech.: „Zahn“) ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen (nicht umkehrbaren,endgültigen) Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontiums) zeigt.

Die Zahnfleischtaschen vertiefen sich und das knöcherne Zahnfach bildet sich zurück. Hierdurch verliert die Zahnwurzel ihren Halt. Die Entzündung des Zahnfleisches ist im Anfangsstadium noch reversibel (Gingivitis) und kann durch Individualprophylaxe und richtige Mundhygiene behoben werden.

Ist die Entzündung fortgeschritten, so bilden sich parodontale Taschen. Der Zahnhalteapparat wird Schritt für Schritt zerstört, der Kieferknochen abgebaut und damit wird der Verlauf nicht mehr ohne aufwendige chirurgische Aufbau-Maßnahmen umkehrbar. Bei Schwangeren erhöht eine Parodontitis signifikant das Risiko von Frühgeburten!

Gibt es Risikofaktoren für die Entstehung von Parodontitis?

Obwohl das Immunsystem und die Anwesenheit bestimmter Bakterien die Hauptrolle bei der Entstehung einer Parodontitis spielen, gibt es einige Risikofaktoren, die die parodontale Gesundheit beeinflussen:

  • schlechte oder falsche Mundhygiene mit Zahnbelag (weich=Plaque und hart=Zahnstein und Konkremente)
  • Tabakkonsum. Raucher haben verglichen mit Nichtrauchern ein 6 bis 8-fach erhöhtes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln.
  • Diabetes mellitus
  • genetische Prädisposition.
  • Lebenspartner mit bestehender Parodontitis. Eine Ansteckung ist auch von Mutter zu Kind möglich.
  • Schwangerschaft. Durch Hormonumstellung wird das Bindegewebe aufgelockert, das Zahnfleisch schwillt an und Bakterien können leichter in die Tiefe vordringen.
  • Karies
  • Mundatmung
  • Zähneknirschen
  • allgemeine Abwehrschwäche, insbesondere "immun-supprimierte" Patienten (HIV, während oder nach Chemotherapie, Transplantations-Patienten)
  • unausgewogene Ernährung
  • Piercings im Mund (Zunge, Lippe, etc.)

Welche Symptome für eine Parodontitis gibt es?

  • Zahnfleischbluten
  • Rötungen, Schwellungen und Berührungsempfindlichkeit des Zahnfleisches
  • Mundgeruch (Halitosis)
  • Eiterbildung am Zahnfleisch, eventuell Abszesse
  • Zahnfleischrückgang ("die Zähne werden länger ")
  • Zahnlockerung und ggf. Zahnwanderung

Wie kann eine Parodontal-Therapie aussehen?

Grundsätzlich erfolgt die Therapie immer durch eine Optimierung der Mundhygienemittel Sowie einer optimalen Entfernung aller harten und weichen Zahnbeläge oder- und unterhalb des Zahnfleisches.

Wenn die Zahnfleischentzündung - trotz engmaschigen Individuallprophylaxe-Sitzungen und guter Mundhygiene - immer noch besteht wird eine geschlossene Parodontalkürretage durchgeführt. Unter örtlicher Betäubung werden die Taschen mechanisch gereinigt, die Wurzeloberfläche wird von Konkrementen befreit und das entzündete Taschengewebe („Granulationsgewebe“) wird abgeschabt. Die Taschen werden desinfiziert (mit Laser und /oder Ozontherapie und mit Chlorhexidin).

Damit die gesetzlichen Krankenkassen diese Leistung erstatten, muss eine „PA-Plan“-Genehmigung beantragt werden. In den meisten Fällen werden die Kosten übernommen.

Zusätzliche Diagnostik: Keimtest und Gentest

Mit Hilfe von Papierspitzenträgern können mikrobiologische Tests durchgeführt werden. Im Labor werden die Bakterien bestimmt die für eine Parodontitis verantwortlich sind und gezielt mit einem spezifischen Antibiotikum (über ca. 14 Tagen) bekämpft.

Der Interleukin-1-Gentes ist ein Verfahren zur Bestimmung des individuellen Parodontitis-Risikos.

Je mehr Interleukin-1 vorhanden ist, desto stärker und schneller wird der Kieferknochen im Verlauf einer Parodontitis abgebaut. So ist es möglich, dass Patienten mit einer hohen Anzahl pathogener Bakterien und erheblichem Plaquefilm einen langsameren Knochenabbau haben als solche, die wenig Bakterien und Plaque aufweisen. Zusätzlich erhöht starkes Rauchen (etwa eine Packung pro Tag) über viele Jahre das Risiko einer Parodontitis um fast das 8-fache.

Um den Gentest durchzuführen, wird eine Mundschleimhautprobe entnommen. Diese wird dann im Labor auf ihre DNA hin untersucht. Diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

In fortgeschrittenen Fällen: Parodontalchirurgie / Wiederherstellung des Zahnhalteapparates

Zum Zahnhalteapparat gehören alle anatomischen Strukturen die zur Verankerung der Zähne und um die Dämpfung der auf die Zähne einwirkenden Kräftebeitragen. Die Gewebeanteile, die die Zähne in den Alveolen (Zahnfächer) befestigen und das Zahnhalteapparat bilden, bestehen aus:

-  Zahnfleisch (Gingiva)
-  Alveolarknochen (Kieferknochen)
-  Wurzelzement (Verlängerung des Schmelzes im Wurzelbereich)
-  Wurzelhaut mit Zahnligamenten (Fasern die den Zahn in der Alveole verankern)

Eine Parodontitis zerstört progressiv die Strukturen des Zahnhalteapparates. In einem fortgeschrittenen Stadium bilden sich Taschen mit Absonderungen von Sekret (eine entzündliche Flüssigkeit) oder Eiter, das gesunde umliegende Gewebe wird durch Bakterien-besiedelten, krankhaften Gewebewucherung ersetzt und der Zahn ist nicht mehr fest verankert.

Nach Entfernung vom entzündeten Gewebe durch Kürettage entsteht ein Defekt; der Körper kann diesen Defekt im Anfangsstadium wieder „reparieren“. In fortgeschrittenen Fällen müssen regenerative Aufbaumaßnahmen ergriffen werden, mit Hilfe der modernen parodontalchirurgie.

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