Beiträge von root

    Berlin, 26. Februar 2019. Die Entscheidung für eine ästhetisch-plastische Behandlung ist gefallen. Aber für die spätere Zufriedenheit ist die Wahl des richtigen Chirurgen ein entscheidender Faktor. Welche Kriterien sind bei der Wahl des Arztes für Patienten entscheidend? Was erwarten die Patienten? Die Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) geht in einer der bundesweit größten Patientenbefragungen diesen Aspekten nach.


    Guter Ruf des Arztes ist für viele Patienten auschlaggebend


    Für jeden zweiten Befragten ist der gute Ruf das wichtigste Kriterium bei der Arztwahl. Ob der Mediziner ein Experte für die gewünschte Behandlung ist, spielt für 48,3 Prozent eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zu 2017 gab es auf den ersten beiden Plätzen keine Änderungen beim Ranking. Anders verhält es sich aber mit Platz drei. Hier zeigt sich, dass der Facharzttitel immer mehr an Bedeutung gewinnt. Waren es 2017 noch 32,8 Prozent, so sind es 2018 bereits 39,6 Prozent der Befragten, die bei ihrem behandelnden Arzt auf die Qualifikation Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bzw. Facharzt für Plastische Chirurgie Wert legen.


    Nur dieser Titel ist, wie auch die Berufsbezeichnung Plastischer Chirurg bzw . Plastischer und Ästhetischer Chirurg , gesetzlich geschützt. Ganz anders verhält es sich mit der Bezeichnung Schönheitschirurg oder Kosmetischer bzw. Ästhetischer Chirurg – diese stehen nicht für eine fachliche Ausbildung. Informationen zur Ausbildung finden Sie unter Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie - die Ausbildung



    Durch die Zunahme von 6,8 Prozent steigt der Facharzttitel im Ranking von Platz fünf 2017 nun auf den dritten Platz bei den Kriterien zur Arztwahl. Weiterhin relevante Aspekte sind für Patienten eine gute Beratung und ein vertrauensvoller Eindruck.


    Worauf legen Sie bei Ärzten besonders Wert? (Ergebnisse der DGÄPCStatistik 2018)


    1. Guter Ruf 56,2 %
    2. Ist Experte für den Eingriff 48,3 %
    3. Facharzttitel 39,6 %
    4. Gute Beratung 37 %
    5. Vertrauensvoller Eindruck 34,1 %


    Weitere Informationen finden Sie unter Pressemitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie

    Ärzten wie adipösen Patienten fällt die Entscheidung für die am besten geeignete Therapie gegen Übergewicht oft schwer. Eine von verschiedenen Fachdisziplinen gemeinsam erarbeitete neue Patientenleitlinie soll hier helfen.


    MÜNCHEN. Die „Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas“ steht seit diesem Montag nun zur Verfügung. Veröffentlicht wurde sie gemeinsam von der SRH Hochschule für Gesundheit, Campus Gera und der wissenschaftlichen Fachgesellschaft Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG).


    „Die neue Patientenleitlinie schließt eine wichtige Lücke für eine bessere Versorgung von Menschen mit Adipositas. Denn sie verdeutlicht den Betroffenen, nach welchen wissenschaftlich begründeten Empfehlungen Ärzte im Bereich Adipositas handeln“, so Professor Dr. Matthias Blüher, Adipositasexperte und Tagungspräsident der DAG 2020 in einer Pressemitteilung.

    Ziel sei es, dass Patienten so besser, also informierter medizinische Entscheidungen treffen könnten. Das gelte etwa, bevor sie sich zu einer Teilnahme an einem Adipositas-Therapieprogramm entscheiden oder einer chirurgischen Maßnahme unterziehen würden.


    Adipositas – ein Fall für viele Fachdisziplinen

    „Die Adipositas ist eine komplexe Erkrankung, die auch komplex behandelt werden muss. Diesem Umstand haben wir nicht nur in der ärztlichen, sondern auch in der Patientenleitlinie Rechnung getragen und deshalb auch alle maßgeblichen Fachgesellschaften und Professionen an der Ausarbeitung beteiligt, so Professor Dr. Claudia Luck-Sikorski von der SRH Hochschule für Gesundheit.


    Weitere Informationen finden Sie unter https://www.aerztezeitung.de/m…tas-jetzt-verfuegbar.html

    Kurz zur Ergänzung:

    Eine Fettabsaugung dient nicht der Gewichtsreduktion - sondern der Körperformung. Wenn Sie Gewicht reduzieren wollen, so ist die Fettabsaugung nicht der richtige Weg.


    Vielmehr ist am Ende der Gewichtsreduktion die Liposuktion, um einzelne Regionen entsprechend zu optimieren.

    So - heute ist es soweit! Die Zeiten ändern sich - und daher haben wir auch unser Forum auf den aktuellen Stand gebracht.


    Ab sofort ist die neue Version unseres Forums online und aktiv - hierdurch müsste die mobile Nutzung angenehmer und nutzerfreundlicher geworden sein!


    Wenn Ihr Verbesserungsvorschläge oder Fehler findet - einfach unten anpinnen und wir kümmern uns sofort darum! Wir wünschen allen Usern von viel Spaß und hoffen, dass wir noch vielen Patienten mit unserem Forum weiter helfen können.

    Hallo Glaronia,


    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.


    Zu eine Bauchdeckenstraffung und Fettabsaugung in Prag kann ich Ihnen nichts sagen - allerdings will ich Ihnen ein Paar Punkte an die Hand geben, welche im Vorfeld unbedingt geklärt sein müssen:

    1.) Wer ist Ihr Ansprechpartner, wenn eventuelle Komplikationen entstehen?

    2.) Wie werden die Kontrolltermine nach der Operation realisiert?


    3.) Wie verläuft es mit einer eventuellen Korrektur, wenn z. B. eine Wundheilungsstörung auftritt oder das Ergebnis nicht Ihrem Wünschen entspricht?


    4.) Wurden Sie darüber informiert, dass eventuell auftretende Folgekosten durch Nachbehandlungen / Kontrolltermine von Ihnen selbst zu tragen sind?


    Ich hoffe, diese Themen sind geklärt und ich wünsche Ihnen gutes Gelingen bei Ihrem Vorhaben.

    Sehr geehrte Patientinnen,


    am 16. Dezember wurde die Zulassung für texturierte (aufgeraute) Brustimplantate und Gewebeexpander des Herstellers ALLERGAN nicht verlängert. Das CE Zertifikat für glatte Implantate wurde verlängert, diese sind nicht betroffen.


    Die das CE Zertifikat erstellende benannte Stelle GMED sitzt in Frankreich, daher hat die französische Aufsichtsbehörde am 18.12.2018 angeordnet, dass diese Implantate nicht mehr ausgeliefert werden dürfen und bereits ausgelieferte Implantate zurückzurufen sind. Am 07.02.2019 wird in einer Expertengruppe über das weitere Vorgehen beraten.


    Sofern Sie ein beschichtetes ALLERGAN Implantat tragen und keine Symptome haben, besteht akut nach derzeitigem Wissensstand kein

    Grund zur Sorge!


    Da die französische Aufsichtsbehörde ANSM bereits Ende November den Verdacht eines Zusammenhangs mit dem sehr seltenen BIA-ALCL (Breast Implant Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma) und den Oberflächen Biocell und Microcell formulierte, informieren wir Sie nachfolgend über die Symptome und das angezeigte Vorgehen.


    Bitte beachten Sie, dass weiterhin unklar ist, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an BIA-ALCL zu erkranken. Die Zahlen schwanken zwischen 1 zu 100.000 bis zu 3 von 100 Millionen Erkrankten pro Jahr. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist also sehr gering! Soweit bekannt, liegen der Nichtverlängerung des Zertifikates keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde.

    Symptome und Verhaltenshinweise:

    • Kommt es mindestens ein Jahr nach Implantation zu einer starken
      Flüssigkeitsansammlung in der Brust, so suchen Sie Ihren
      behandelnden Arzt auf, damit dieser der Ursache auf den Grund
      gehen kann.
    • Sollte es sich um ein BIA ALCL handeln, wird eine Heilung zumeist
      durch Entfernung des Implantates mit der umschließenden Kapsel
      erreicht.
    • Suchen Sie unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht
      jährlich Ihren behandelnden Arzt für eine Routinekontrolle auf!

    Zur Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie


    Weitere Informationen:


    Gesammelte Informationen der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) zur Implantatsicherheit:


    https://www.dgpraec.de/patient…emen/implantatsicherheit/


    Meldung der französischen Aufsichtsbehörde ANSM


    Presseinformation des Herstellers

    Die Sendung WiSo hat am 24.09.10 einen interessanten Bericht zum Thema "Billig-Anbieter" im Bereich Schönheitsoperationen ausgestrahlt - den Bericht finden Sie in der Mediathek vom ZDF unter Fragwürdige Billig-Schönheits-OP


    Grundsätzlich müssen Sie sich immer frei für Ihre Behandlung entscheiden können - zudem gilt die freie Arztwahl. Seiten Sie immer vorsichtig, wenn ein "Verkaufsdruck" auf Sie ausgeübt wird!


    Weitere Hilfestellungen zu Ihrer Arztwahl finden Sie unter Hilfestellungen zur Arztwahl

    Hallo Chrissi,


    sorry, dass ich erst heute antworte (ich war im Urlaub). Grundsätzlich sollten Sie ihren behandelnden Arzt auf dieses Thema ansprechen - in den häufigsten Fällen ist es so, dass ein Kompressions-BH verschrieben wird. Ein zweiter zum Wechseln muss meist privat bezahlt werden.


    Ich hoffe, ich konnte weiter helfen.

    Hallo Anna,


    vielen Dank für Ihren Beitrag.


    Cellulite ist ein Dermatologisches Problem. Es gibt zwar im Rahmen der Liposuktion eine "Nebenerscheinung", dass Cellulite besser wird - allerdings würde ich dies nicht als Cellulitebehandlung einstufen.


    Haben Sie schon einmal mit einem Dermatologen über die Problematik gesprochen?


    Wir haben relativ gute Erfahrungen mit Cellfina machen können.:)


    Grundsätzliche Informationen zur Behandlung Cellfina


    Liebe Grüße

    Das ist ein schöner Hinweis - an alle, welche relativ ungeduldig sind:


    Die Narbenbildung dauert nun einmal - und unterhalb von einem Jahr nach einer Operation / Verletzung sollte man sich keinerlei Gedanken über eine operative Narbenkorrektur machen (außer bei Störungen bei der Wundheilung (z. B. Entzündung, etc.)).


    In dieser Zeit hilft im Prinzip nur der richtige Umgang mit der Narbe (z. B. der Einsatz von Narbencremes oder Narbenpflaster).

    Hier ein kleines update zu den Thema Kosten:

    Neben den oben genannten Preise, muss mittlerweile auch noch die Mehrwertsteuer berücksichtigt werden, denn für medizinisch nicht notwendige Eingriffe muss Mehrwertsteuer abgeführt werden.


    Liegt eine medizinische notwendig vor (z. B. nach Brustamputation), so sind die Behandlung mehrwertsteuerfrei. In der Regel sind Brustvergrößerung medizinisch nicht notwendig.


    Weiterhin gibt es relativ viel unterschiedliche Implantate - hier liegen die Stückkosten je Implantat von EUR 250,- bis ca. EUR 1500,- (z. B. bei dem B-Lite Leichtimplantaten) - allein hierdurch gibt es große Unterschiede im preislichen Segment. Die Unterschiede der Implantate liegen nicht nur im Preis, sondern auch in der Verträglichkeit und mechanischen Belastbarkeit.


    Weitere Informationen zu den Implantaten finden Sie unter Brustimplantate - welche Unterschiede gibt es?

    Hier gibt es mittlerweile viel, was sich in diesem Sektor getan hat. Je nach Hersteller kann ein Kompressionsmieder entweder per Handwäsche oder Maschinenwäsche bei 30 Grad gewaschen werden.


    Wichtig ist, dass Sie den Mieder nicht in den Trockner geben, da sich dadurch die Kompressionseigenschaften verändern. Dies ist allerdings meist kein Problem, da hochwertige Mieder aus einem schnell trocknenden Material bestehen (mit einigen Modellen können Sie sogar duschen gehen).

    Wir ergänzen dieses Thema:


    Häufig wird bei einer Fettabsaugung auch die Wasserstrahl-Methode (WAL) eingesetzt. Dieses Verfahren wird auch als Body-Jet-Verfahren bezeichnet. Hierbei wird eine Flüssigkeit wird durch einen Hochdruck-Wasserstrahl an der abzusaugenden Stelle eingespritzt und sofort wieder abgesaugt. Die Wartezeit und Behandlungszeit ist kürzer als bei der Tumeszenzmethode - aber es ist wie mit einem Gartenschlauch: Es ist schwierig einen genauen Punkt zu erreichen.

    Hier noch eine Ergänzung zu diesem Thema:


    Mittlerweile ist das Sozialgesetz überarbeitet worden:
    Treten nach einem medizinisch nicht notwendigen Eingriff, z. B. nach einer Schönheitsoperation oder einem plastisch ästhetische Eingriff, Komplikationen oder Krankheiten auf, dürfen die Krankenkassen den patienten in angemessener Höhe an den Kosten beteiligen und das Krankengeld unter Umständen sogar ganz versagen (§52, Abs. 2 SGB V).


    Diese Regelung gilt für alle medizinische nicht notwendige Operationen, Tätowierungen oder Piercings.

    Leistungsbeschränkung der Krankenkassen bei Selbstverschulden (§ 52 Abs. 2 SGB V)

    "Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte ästhetische Operation [...] zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern".

    Hallo Jessy-Marie,


    vielen Dank für Ihren Beitrag.


    Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, Wangen bzw. Falten zu korrigieren. Grundsätzlich muss man prüfen, welche Ausgangssituation bei Ihnen vorhanden ist und ob eine temporäre Veränderung oder eine dauerhafte Veränderung Sinn macht.


    Ich habe Ihnen einige Links zu Themen zusammen gestellt, welche Ihnen einen groben Eindruck über die unterschiedlichen Möglichkeiten geben:

    Wangenunterspritzung

    Eigenfettunterspritzung

    Nasolabialfalte


    Ich hoffe, Ihnen helfen die Links etwas weiter.

    Hallo Männerbrust,


    sorry, dass ich erst heute antworte.


    In der Öffentlichkeit wird dieser Eingriff oft nicht wahrgenommen - es ist aber einer der häufigsten Eingriffe, welche wir bei Männern durchführen. Leider ist es aber so, dass viele Männer eine Art "Schamgefühl" besitzen und daher selten über den Eingriff kommunizieren.


    Genauere Infos zum Eingriff finden Sie unter Gynäkomastie

    Hallo Hanjin,


    grundsätzlich sagt unser Finanzamt: "Alles, was die Krankenkasse bezahlt, ist medizinisch notwendig - alles andere ist nicht notwendig".


    Es gibt aber auch z. B. Privatpatienten, welche einen relativ großen Selbstbehalt haben oder Patienten, welche nicht den gerichtlichen Weg beschreiten wollen oder können. Hier wäre auch folgender Weg möglich (ist aber im Einzelfall zu klären): Ein extern Arzt muss den Eingriff als medizinisch notwendig beurteilen (z. B. Orthopäde) und entsprechend auch begründen warum, der Eingriff medizinisch bedingt ist.


    Viele Ärzte meiden diesen Weg, da er zusätzlich Arbeit verursacht. Grundsätzlich wäre er aber möglich (kommt aber auf den Ausgangsbefund an).


    Ich hoffe, ich konnte weiter helfen.


    Liebe Grüße

    Noch ein Hinweis zu den Kosten:


    Seit 2006 hat sich hier sehr viel verändert. Mittlerweile macht es macht einen großen Unterschied, ob eine medizinisch notwendige Behandlung vorliegt. Erfolgen Eingriffe aus medizinischen Gründen, so fällt keine Mehrwertsteuer an - liegt keine medizinische Notwendigkeit vor, so muss die Klinik bzw. der Arzt die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 % verrechnen.

    Leider hat sich ein Fehler in der Mailzustellung über neue Beiträge und bei der Registrierung eingeschlichen.... aber wir haben ihn behoben! Ab sofort funktioniert wieder alles! Falls nicht, dann senden Sie mir bitte eine Mail

    DasÄrztebewertungsportal Jameda muss die Urteile seiner Nutzer besser prüfen. Dashat der Bundesgerichtshof entschieden. Der Richterspruch könnte auch anderePortale betreffen. Im Streit eines Zahnarztes mit dem Ärztebewertungsportal Jameda hat der Bundesgerichtshof (BGH) den Portalbetreibern heute verstärkte Prüfpflichten auferlegt. Diese dürften aber nicht so weit gehen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Portale nicht mehr möglich ist (Az.: VI ZR 34/15). Mehr Informationen unter http://www.spiegel.de/netzwelt…er-pruefen-a-1079993.html

    Früher waren alle medizinischen Dienstleistungen nach § 4 Umsatzsteuergesetz (UStG) mehrwertsteuerfrei - dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Das Umsatzsteuergesetz wurde entsprechend ergänzt. Aktuell ist folgende Regelung an zu treffen:

    „Bei Schönheitsoperationen ist der Zweck des Eingriffs entscheidend. Daher können ästhetisch- plastische Chirurgieleistungen, soweit sie dazu dienen, Personen zu behandeln oder zu heilen, bei denen aufgrund einer Krankheit, Verletzung oder eines angeborenen körperlichen Mangels ein Eingriff ästhetischer Natur erforderlich ist, unter die Begriffe "ärztliche Heilbehandlungen " oder "Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin" im Sinne von Art. 132 Abs. 1 Buchst. b oder Buchst. c MwStSystRL fallen. Wenn der Eingriff jedoch zu rein kosmetischen Zwecken erfolgt, fällt
    er nicht unter diese Begriffe und ist somit nicht steuerfrei."


    Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter
    Mehrwertsteuerpflicht von Schönheitsoperationen

    Hallo Francis,


    nun - was soll ich dazu sagen? Die "Bewertungsportale" sind sehr vorsichtig zu betrachten - vor allem, wenn man diese genau beobachtet.


    Ich habe z. B. von einem großen Portal folgende Antwort zum Thema Qualiftät der Bewertungen erhalten (mir ist z. B. aufgefallen, dass bei einigen Ärzten negative Bewertungen sofort verschwinden - bei anderen nicht):
    "Ein weiterer Grund kann die stichprobenartige Durchführung einer internen Authentizitäts-Prüfung im Zuge unseres Qualitätsmanagements sein. Dies betrifft Bewertungen, die technische Auffälligkeiten aufweisen. Hierzu werden die Patienten angeschrieben und um eine Bestätigung der abgegebenen Bewertung per SMS gebeten. Geht bei jameda innerhalb der gesetzten Frist von zwei Wochen keine Antwort ein, werden die Bewertungen gelöscht. Meldet sich der Patient und bestätigt so die Authentizität der Bewertung, bleibt die Bewertung bestehen. Unser Prüfverfahren wenden wir sowohl bei positiven als auch kritischen Bewertungen an.Wir können Ihnen versichern, dass die Nummern der Nutzer bei uns lediglich verschlüsselt gespeichert werden und nicht mehr rekonstruiert werden können.


    Es gibt folgende Möglichkeiten, auf problematische Bewertungen zu reagieren:


    - Sie können dem Nutzer eine Frage stellen, die ihm anonym zugeschickt wird, indem Sie dem Link: „Diesem Patienten eine Frage stellen“ unter der Bewertung folgen. (Kommentar von mir - was bringt das? Wer schickt wirklich einem unzufriedenen "Bewerter" eine Mail und vor allem, wie wird die Wahrheit der Information überprüft?)

    - Sie können einen Arzt-Kommentar verfassen, der direkt unter der Patienten-Bewertung platziert wird. Hierzu benötigen Sie unseren kostenlosen jameda Basiszugang (Kommentar von mir: Hierdurch wird ein Arzt gezwungen, sich beim Portal zu regestrieren...).

    - Sie können Bewertungen überprüfen lassen, indem Sie den Link „Problem melden“ aktivieren und ihre Zweifel an der Bewertung darlegen. Die Bewertung wird dann umgehend von der Seite genommen und unter Einbeziehung des Verfassers geprüft (Kommentar von mir: Super - dem User wird eine sms gesendet - der Arzt darf keine Daten weiter geben - Patientendatenschutz....). "


    Mich würde interessieren, wie die Bewertungen aussehen würden, wenn die Daten offen gelegt werden müssten - so wie z. B. bei einem Leserbrief in der Zeitung....


    Zudem sollte sich jeder Interessent hinterfragen, wie repräsentativ die Bewertungen sind - wenn ich mir überlege, dass einige unserer Ärzte über 20 Jahre Erfahrung besitzen und wie viel Eingriffe in dieser Zeit durchgeführt wurden - was sind x-Bewertungen im Verhältnis? Und würde sich ein Plastischer Chirurg, der schlecht arbeitet, so lange in der Branche halten? In der heutigen "medienorientierten" Informationswelt wären da sofort negative Schlagzeilen da (gab es ja schon bei einigen Fällen in der Vergangenheit....)...


    Zudem sollte sich jeder Patient überlegen, ob ihm ein Arzt lieber ist, der sein Handwerk versteht oder der sich super mit der Bedienung der "Bewertungsportalen" oder viel Zeit mit den Social-Medias auskennt....

    Der BGH hat die Klage eines Arztes abgewiesen, der seinen Eintrag im Bewertungsportal Jameda.de löschen lassen wollte. Die Richter befanden, dass die informationelle Selbstbestimmung der Kommunikationsfreiheit unterliegt.



    Ärzte haben keinen Anspruch darauf, dass Bewertungsportale ihre Daten und Bewertungen im Internet löschen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage eines Münchner Gynäkologen gegen das Portal Jameda.de ab. Auch die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.



    Der in München niedergelassene Arzt hatte von den Betreibern des Bewertungsportals verlangt, seinen Eintrag samt der überwiegend positiven Bewertungen zu löschen. Damit war schon in den Vorinstanzen abgeblitzt. Das Landgericht hatte in der Abwägung für die Kommunikationsfreiheit des Internetanbieters entschieden. Die beruflichen Daten des Mediziners dürften erhoben, gespeichert und genutzt werden. Das Landgericht Frankfurt hatte in einem ähnlichen Fall ebenso geurteilt.



    Der "Knackpunkt" liege in der Abwägung, ob das Recht des Arztes auf informationelle Selbstbestimmung stärker wiege als das Recht der Firma auf Kommunikationsfreiheit, sagte der Vorsitzende Richter Gregor Galke in der Verhandlung am Dienstag. Eine Rolle spielte dabei auch das Urteil des BGH von 2009 zum Lehrer-Bewertungsportal "spickmich". Damals wiesen die Richter die Klage einer Lehrerin gegen ihre Benotung ab.



    Schließlich kamen die Karlsruher Richter in der Abwägung zu dem Schluss, die Kommunikationsfreiheit überwiege, und wiesen die Revision des Arztes zurück. "Das Recht des Klägers auf informationelle Selbstbestimmung überwiegt das Recht der Beklagten auf Kommunikationsfreiheit nicht", teilte der BGH zur Begründung mit. Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs habe bei seinem Urteil auch "das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über ärztliche Leistungen" berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der freien Arztwahl trage das Portal dazu bei, einem Patienten die aus seiner Sicht erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.



    Darüber hinaus betont der BGH, die vom Portal erhobenen Daten berührten einen Bereich, in dem "sich der Einzelne auf die Beobachtung seines Verhaltens durch eine breitere Öffentlichkeit sowie auf Kritik einstellen" müsse. Dabei sei der Beklagte nicht schutzlos, weil er die Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen sowie beleidigender oder sonst unzulässiger Bewertungen verlangen könne.



    http://www.heise.de/newsticker…ungen-dulden-2401715.html

    Der Bundesgerichtshof hat die Klage eines Arztes zurückgewiesen, der von einem Internetportal verlangt hatte, den Namen eines anonymen Nutzers preiszugeben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 01.07.14 den Auskunftsanspruch eines Arztes gegen ein Internetportal zurückgewiesen (Az. VI ZR 345/13). Ein anonymer Nutzer hatte auf der Webseite eines Bewertungsportales falsche Tatsachenbehauptungen über den Kläger aufgestellt. Dieser verlangte daraufhin die Herausgabe des Namens, weil er sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sah. Das warf die Frage auf, ob in solchen Fällen ein zivilrechtlicher Anspruch auf Auskunft auch ohne Strafanzeige besteht.



    Anonymität im Netz geschützt.



    Der VI. Zivilsenat des BGH unter Vorsitz von Richter Gregor Galke entschied nun, dass die Anonymität des Nutzers nach den Vorschriften des Telemediengesetzes nur in wenigen Ausnahmefällen aufgehoben werden dürfe. Der Schutz des Persönlichkeitsrechts falle nicht darunter. Die aufgestellten Tatsachenbehauptungen sind nach Ansicht des Gerichts unwahr. Der anonyme Poster hatte behauptet, er habe drei Stunden im Wartezimmer gesessen und Patientenakten seien in Wäschekörben aufbewahrt worden.



    In den beiden Vorinstanzen hatte der Arzt noch Recht bekommen.



    Der BGH folgte nun dem Vortrag der Anwälte des Internetportales. Diese hatten die These vertreten, dass die Ausnahmen im Telemediengesetz so eng gesteckt seien, dass der Auskunftsanspruch des Arztes nicht mehr darunter falle.



    Betroffenen kann, so der BGH, ein Unterlassungsanspruch gegen den Diensteanbieter zustehen. Im Rahmen des Telemediengesetzes kann der Diensteanbieter auf Anordnung der zuständigen Stellen im Einzelfall Auskunft über die Nutzerdaten geben, etwa für Zwecke der Strafverfolgung. Ein Freibrief für anonyme Verleumdungen ist das Urteil also nicht.



    Siehe https://www.heise.de/newsticke…ernet-Portal-2243656.html