Betäubung bei Faltenkorrektur?

  • Manchen Injektionsstoffen wie z. B. Kollagen ist das örtliche Betäubungsmittel bereits der Spritze beigemischt, sodass in der Regel keine weitere Narkose eingesetzt werden muss.


    Bei den meisten anderen Injektionsmitteln oder wenn Sie besonders schmerzempfindlich sind und /oder eine sehr umfangreiche Behandlung bevorsteht, werden zusätzlich Betäubungscremes regelmäßig angewandt und empfohlen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine örtliche Schmerzbekämpfung durch Einspritzen von entsprechendem örtlichem Betäubungsmittel voranzustellen oder die Behandlung in leichter Sedierung vorzunehmen. Dabei werden Sie in eine Art Dämmerschlaf versetzt, durch eine Tablette oder eine intravenöse Injektion, wobei die Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt wird.


    Die Injektionstherapie mit Fett setzt eine örtliche Narkose sowohl des Spender- als auch des Empfängerbereichs voraus. Es kann bei größeren Vorhaben sinnvoll sein, zusätzlich eine leichte Sedierung einzusetzen.




    Resorbierbare (= nicht haltbare) Materialien:


    Kollagen ist ein Eiweißstoff, der in verschiedenen Körpergeweben eine stützende Funktion übernimmt. Es wird in der Haut, den Gelenken, Knochen und Bändern gefunden. Das injizierbare (zur Unterspritzungsbehandlung verwendete) Kollagen wird aus gereinigtem Rinderkollagen gewonnen. Beim Reinigungsprozess entsteht ein dem menschlichen sehr ähnliches Kollagen. Es wird in verschiedenen Konzentrationen angeboten, um den unterschiedlichen Anforderungen der Patienten zu genügen.
    Kollagen je nach Konzentration dient zum Ausgleich von feineren und tieferen Linien, Falten und Narben im Gesicht und am Hals. Nach wie vor ist es das meist angewandte Auffüllungsmaterial.


    – Hyaluronsäure – als Bestandteil des menschlichen Bindegewebes kommt Hyaluronsäure natürlicherweise unter anderem in der Haut vor. Echte Allergien sind auf Grund seiner chemischen Eigenschaften und Herkunft im Gegenteil zu Kollagen nicht bekannt. Geeignet sind reine Hyaluronsäureprodukte besonders für die feineren Knitterfältchen im Gesicht, da es wie die weniger konzentrierten Kollagene oberflächlich in die Haut eingebracht werden kann.


    – Fettgewebe zur Faltenunterspritzung wird in der Regel vom Bauch, den Oberschenkeln, dem Gesäß oder anderen Körperstellen des Patienten entnommen. Die Methode ist in Fachkreisen unter der Bezeichnung „autologe Fetttransplantation“ bekannt. Fett dient vor allem zum Aufbau eingefallener Wangen, der Korrektur von Lachfalten im unteren Gesichtsbereich, zum Auffüllen von Hautvertiefungen, zur Reduktion der queren Stirnfalten und zum Aufbau der Lippen. Überall wo eine größere Menge an Unterspritzungsmaterial erforderlich ist, kann Eigenfett sinnvoll verwendet werden.


    – Botulinustoxin (Botox®, Dysport®) ein Neurotoxin (das Gift des Clostridium Botulinum), lähmt die mimische Muskulatur z.B. und am erfolgreichsten an der Stirn und reduziert damit Stirn- oder die sog. Zornesfalten stark. Die Wirkung tritt nicht sofort, sondern erst 2 – 3 Tage nach der Injektion ein und hält ca. 3 – 5 Monate an.




    Haltbare Materialien:

    Unter anderem sind dies:


    Gortex®, ein feinfädiges Material, welches zur Stützung der Unterhaut implantiert wird – bevorzugt z.B. zur Auffüllung von Lippen


    Artecoll®
    Das Kollagen in diesem Präparat enthält zu 25% feinste Kunststoffpartikelchen, die in der etwas tieferen Hautschicht den Aufbau der Falte durch Eigengewebe – vergleichbar mit einer inneren Narbe – auslösen. Zug um Zug wird das gleichzeitig eingespritzte Kollagen resorbiert. Die Falte ist im Endergebnis mit Eigengewebe aufgefüllt.


    Zu sämtlichen verschiedenen Unterspritzungsmitteln liegen eigene Aufklärungsunterlagen für Sie bereit, die auf das jeweilige Präparat noch detaillierter eingehen. Ihr Arzt wird ihnen helfen, die in Ihrem Fall am meisten geeignete Behandlungsmethode zu finden.

    Informationen und Hilfestellung: 0800 - 678 45 65

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